Lauratal

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Lauratal (früher: Laurathal) wird das Tal der Scherzach zwischen Schlier und Weingarten genannt.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauratalgeister der Plätzlerzunft

Die Herkunft des Namens Lauratal ist nicht eindeutig geklärt. Er könnte sich von Luren oder Lauren (Waldgeistern) ableiten, oder aber von lure (Betrüger) oder lur (Lauer, Hinterhalt). Letztere These wird von der Annahme gestützt, dass auf Burg Wildeneck gegen Ende der Ritterzeit Raubritter hausten, die gelegentlich Kaufleute überfielen, die durchs Lauratal zogen.

Von den Einheimischen wird der Name mit der Sagengestalt eines Ritterfräuleins Laura in Verbindung gebracht. Die bei der schwäbisch-alemannischen Fastnet aktive Gruppe der „Lauratalgeister“ der Weingartener Plätzlerzunft geht auf die Sage zurück. Die Laurasage wurde beim Welfentheater am Weingartener Welfenfest 2014 auch als Theaterstück aufgeführt.

Burgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu beiden Seiten des Lauratals standen in früheren Zeiten Burgen: auf der Ostseite, unterhalb von Zundelbach, die Burg Wildeneck und auf der Westseite, nicht weit von ersterer entfernt, die Haslachburg. Von Wildeneck sind noch vereinzelte Mauerreste zu sehen, von der Haslachburg kann man lediglich noch einen Wall erahnen. An ihrem ehemaligen Standort steht heute der Barbarossastein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Laurasagen – Quellen und Volltexte

Koordinaten: 47° 47′ 7″ N, 9° 39′ 33″ O