Lily of the Valley

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Lily Of The Valley

Lily of the Valley (2019)
Allgemeine Informationen
Herkunft Bingen, Frankfurt a. M.
Genre(s) Pop, Singer-Songwriter, Folk
Gründung 1991
Aktuelle Besetzung
Leadgesang, Gitarre, Querflöte
Daniela Scherer (geb. Kaul)
Gesang, Bass, Blockflöte
Anke Lüdemann (geb. Kaul)
Gesang, Percussion, Akkordeon, Tanz
Lily Kaul
Schlagzeug
Uta Wagner
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Geige, Bass, Akkordeon
Eva Risch
Geige
Miko Mikulizc
Geige
Nicole Ansperger
Schlagzeug
Claudia Lippmann
Lily of the Valley vor dem Tourbus, 1990er – Uta Wagner, Daniela Scherer, Eva Risch, Anke Kaul
Lily of the Valley live auf dem Music Crossroads Festival in Maputo, Africa 1999
Die Bandmitglieder von Lily of the Valley live auf dem Gesat-Festival 2007
Lily of the Valley live auf dem Gesat-Festival 2007.

Lily of the Valley (englisch für Maiglöckchen) ist eine deutsche Singer-Songwriter Musikgruppe aus Bingen und Frankfurt am Main. Sie vereinen musikalische Elemente aus Folk, Chanson, Pop, Ethno World Music und Rock.

Geschichte & Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiatorin Daniela Kaul (geb. 1972, Berlin-Charlottenburg) schreibt als älteste von drei Schwestern schon mit 13 Jahren eigene Lieder. 1988 begann Daniela Kaul die eigenen Kompositionen auf der Straße zu spielen, unter anderem in Dublin, Prag oder Rom.

Lily of the Valley wurde 1991 in Idar-Oberstein gegründet, als Sängerin und Gitarristin Daniela Kaul zwei Lieder für eine öffentliche Aufführung auf dem Friedensfest des ortsansässigen Göttenbach-Gymnasiums komponierte. Die Songs wurden gemeinsam mit ihren beiden Schwestern Anke und Lily, sowie mit der befreundeten Eva Risch vorgetragen.[1]

Mit einer erfolgreichen ersten Aufführung folgten sofort weitere Auftritte und Konzertanfragen. Infolgedessen wurde die ursprüngliche Instrumentierung von Gitarre und Perkussion auf Schlagzeug, Kontrabass, E-Gitarre und Violine (Quer- und Blockflöte) erweitert.

Bis 1993 trat Lily of the Valley bereits auf Veranstaltungen in kleinen Clubs und bei Open-Air Festivals wie z. B. dem Lott-Festival auf,[2] womit sie ihren Bekanntheitsgrad ausweiten konnten. Fast alle gespielten Stücke wurden schon zu diesem Zeitpunkt selbst komponiert.

Im Mai 1994 gewannen die Musikerinnen den 3. Platz des SWF3 Rookies Nachwuchswettbewerbs.[3] Eine monatlich ausgeschriebene Video-Produktion beim Sender SWF3 gewannen sie im August desselben Jahres.[4]

Das entstandene Musikvideo für den Song Baba Yaga wurde zu einem TV-Auftritt von Lily of the Valley in der Sendung Na und (damalige Moderation Anke Engelke) gezeigt.

1995 gewannen Lily of the Valley bei dem Nachwuchswettbewerb Treffen Junge Musik-Szene[3],[4] organisiert von den Berliner Festspielen. Die Jury wurde durch namhafte Persönlichkeiten, unter anderem Smudo von den Fantastischen Vier vertreten. Im Anschluss gab Lily of the Valley drei Konzerte in Berlin und spielte im bekannten Berliner Club Quasimodo.

Im Herbst 1995 lernten die Musikerinnen auf einem Konzert in Frankfurt Nikolai Tomas kennen, den Sänger der Band Poems for Laila. Im November wurden sie daraufhin als Vorgruppe der Deutschland Tour von Poems for Laila engagiert.[3]

Weitere Auftritte in ganz Deutschland folgten 1996 bis 1998.[5] Unter anderem trat die Band 1998 in Düsseldorf bei einer UNICEF-Gala auf.

Das erste Album Shine On erschien 1998 auf CD.[6] Danach folgten Auftritte in Österreich, Frankreich[7] und anderen Ländern.

1999 wurde Lily of the Valley von der Jury des Deutschen Musikrates und Jeunesses Musicales gewählt, um Deutschland auf dem internationalen Nachwuchsfestival Music Crossroads Festival in Mosambik, Afrika zu vertreten.[8]

Durch die Reise im April–Mai nach Afrika haben sie die Möglichkeit acht weitere Konzerte sowie zwei Radio-Interviews in der Hauptstadt Maputo zu geben.

Im April 2000 hatten Lily of the Valley einen Live-Auftritt auf der Musikmesse Frankfurt. Im August 2000 wird die Musikgruppe im Rahmen der Expo 2000 durch ein Gremium bestehend aus Vertretern des Kultur- und Ereignisprogramms der Expo 2000, des Deutschen Musikrates, des Jeunesses Musicales, dem Verband deutscher Musikschulen und der European Association of Youth Orchestras ausgewählt und wird von der Generalkommissarin Birgit Breuel zu vier Konzerten nach Hannover eingeladen.[8] Am 31. August 2000 wird ein Auftritt der Band Lily of the Valley im Expo Magazin des ZDF moderiert und ausgestrahlt.[9]

2001 verließ Eva Risch (Gesamg, Geige, Bass, Akkordeon) die Band.

2002 wurde das zweite Album Secrets produziert und auf CD veröffentlicht.

2005 folgte die dritte Veröffentlichung der Album-CD Sunrise.

Die Band spielte weitere Auftritte auf dem Hunsrück Open-Air, dem Folklore-Festival (Wiesbaden), dem Maschseefest in Hannover, dem Internationalen Kulturlustgarten in Berlin, Little Woodstock Festival, und auf dem Eurofolk Festival in Ingelheim.

2019 kamen mit der digitalen Produktion Summernight’s Air erstmals moderne Einflüsse von Hans From Space Craft in das Repertoire von Lily of the Valley.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: 3. Platz des SWF3 Rookies Nachwuchswettbewerbs
  • 1995 Mai: 1. Platz Nachwuchswettbewerb Treffen Junge Musik-Szene der Berliner Festspiele
  • 1995 Aug.: Gewinner der monatlichen Ausschreibung beim Sender SWF3 für eine Musikvideo-Produktion
  • 1999: Wahl zur Deutschland-Vertretung auf dem internationalen Nachwuchsfestival Music Crossroads Festival in Afrika

Wichtige Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 16.05.1994 – Radio-Ausstrahlung Baba Yaga, SWF3 Pop Shop
  • 13.08.1994 – TV-Ausstrahlung Videoclip Baba Yaga & Interview, SWF Na und mit Anke Engelke
  • 04.02.1998 – Radio-Ausstrahlung Baba Yaga, Radio RheinWelle 92,5
  • 09.08.1998 – Live-Auftritt UNICEF-Gala, Hilton Hotel Düsseldorf
  • 22.09.1998 – TV-Ausstrahlung HR Bilderbogen, 45$ Blues, Lily of the Valley & Interview
  • 31.08.2000 – Playback-Auftritt mit TV-Übertragung im ZDF Expo Magazin
  • 24.04.2020 – Tom's Musikkeller, Enkirch
  • 25. – 26.05.2020 – Horizonte Festival, Koblenz

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Shine On (Album, Anton Productions)
  • 2002: Secrets (Album, La Lü La Fleur Productions – Lars Lüdemann)
  • 2005: Sunrise (Album, La Lü La Fleur Productions – Lars Lüdemann)
  • 2019: Summernight's Air (Digital EP, Hans From Space)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitungsartikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfrischende Unbekümmertheit am „Backes“, Unbekannter Herausgeber, Raversbeuren, 1993
  • Frauenpower mit Lily, Zeitungsartikel Rhein-Hunsrück Wochenspiegel, 24. April 1996
  • Frauen mit Power – „Lily of the Valley“ spielt in Gieleroth, Unbekannter Herausgeber, Juni 1996
  • Paradiesvögel sind weiblich, Zeitungsartikel Badische Zeitung, 18. Mai 1998
  • Eigener Stil statt Plattenvertrag, Zeitungsartikel Jörg Staiber, Nahe-Zeitung Idar-Oberstein, 15. August 1998
  • Auftritt „Kick Atemlos-Festival“ Frankfurt, Zeitungsartikel Frankfurter Rundschau, 23. Januar 1999
  • Rockende Pfarrerstöchter in Afrika und bei „Expo 2000“, Zeitungsartikel Westfälische Rundschau, November 1999
  • Die rockigen Schwestern – Seit 15 Jahren gibt es die Wiesbadener Band „Lily of the Valley“, Zeitungsartikel Frankfurter Rundschau, 21. November 2006
  • Jazztage – Erfolgreiche Musiker mit Wurzeln aus der hiesigen Region, Zeitungsartikel Jörg Staiber Nahe-Zeitung Idar-Oberstein, 27. Mai 2015
  • Reise durch das Leben, Rhein-Hunsrück-Zeitung, 19. September 2017

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die rockigen Schwestern – Seit 15 Jahren gibt es die Wiesbadener Band „Lily of the Valley“, Zeitungsartikel Frankfurter Rundschau, 21. November 2006.
  2. Erfrischende Unbekümmertheit am „Backes“, Zeitungsartikel unbekannter Herausgeber, Raversbeuren, 1993.
  3. a b c Frauenpower mit Lily, Zeitungsartikel Rhein-Hunsrück Wochenspiegel, 24. April 1996.
  4. a b Frauen mit Power – „Lily of the Valley“ spielt in Gieleroth, Unbekannter Herausgeber, Juni 1996.
  5. Auftritt „Kick Atemlos-Festival“ Frankfurt, Zeitungsartikel Frankfurter Rundschau, 23. Januar 1999.
  6. Eigener Stil statt Plattenvertrag, Zeitungsartikel Jörg Staiber, Nahe-Zeitung Idar-Oberstein, 15. August 1998.
  7. Paradiesvögel sind weiblich, Zeitungsartikel Badische Zeitung, 18. Mai 1998.
  8. a b Rockende Pfarrerstöchter in Afrika und bei „Expo 2000“, Zeitungsartikel Westfälische Rundschau, November 1999.
  9. Lily of the Valley ZDF. Abgerufen am 12. Februar 2020 (deutsch).