Lockfeuer

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Das Entfachen eines Lockfeuers dient in der Feuerungstechnik dazu, bei zeitweise witterungsbedingtem fehlendem Schornsteinzug (beispielsweise bei Inversionswetterlage) den Kamineffekt im Schornstein so wiederherzustellen, dass Rauchgase einer Feuerstätte durch den Kamin abziehen.

Es wird entweder am tiefsten Punkt des Schornsteins, der Reinigungsöffnung, oder in der Feuerstätte gelegt. Dabei soll kalte Luft im Schornstein erwärmt werden, damit die ungehinderte freie Konvektion stattfinden und den Gegendruck des Luftdrucks überwinden kann. Ist die Kaminwandung kälter als die Außenluft, hat die Luftsäule im noch unbeheizten Kamin eine größere Dichte als die warme Luft. Sie wird in der Aufheizphase entlang der kalten Kamininnenwand nach unten fließen während das warme Abgas eher mittig im Kamin aufsteigt. Erst nachdem genügend warmes Abgas aufgestiegen und verwirbelt ist, ist durch die einsetzende Sogwirkung der Rauchabzug durch den Kamin für Öfen, Herde und Heizkessel gewährleistet.

Hauptartikel: Kamineffekt

Nicht nur bei zu geringer Baukörpertemperatur, bei gleichzeitiger höherer Außentemperatur, sondern auch bei Restfeuchtigkeit im neu errichteten Mauerwerk kann ein Lockfeuer nötig sein, um eine richtige Verbrennung in Gang zu setzen, da auch feuchte Luft Verbrennungskanäle blockieren kann.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetseite eines Ofenlexikons