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BSG Lokomotive Cottbus

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BSG Lokomotive Cottbus
Basisdaten
Name Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Cottbus
Sitz Cottbus
Gründung 4. Dezember 1948
Auflösung 2001
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Stadion der Eisenbahner
Höchste Liga DDR-Liga (II)
Erfolge Brandenburgischer Landespokal 1991
Teilnahme am DFB-Pokal 1991/92
Heim
Auswärts

Die BSG Lokomotive Cottbus war ein deutscher Fußballverein aus Cottbus. Heimstätte des Vereins war das Stadion der Eisenbahner.

Nach Kapitulation der Wehrmacht 1945 wurden alle Sportvereine aufgelöst, so ebenfalls die im Cottbuser Süden ansässigen Vereine CSC/Friesen Cottbus, Cottbuser FV 98 und TV 1861 Cottbus. Eine geplante Neugründung in der SBZ als SG Cottbus-Süd in Tradition dieser Vereine wurde durch Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vom 24. Dezember 1946 und 12. August 1947 mit der Begründung auf den Tatbestand eines "früheren reaktionären, bürgerlichen Vereins" abgelehnt.[1]

Erst mit Gründung der Reichsbahn-SG am 4. Dezember 1948 wurde die Tradition der Vereine aus dem Cottbuser Süden wieder aufgenommen. Der zerstörte Sportplatz von CSC an der Dresdener wurde von Kriegsschäden befreit und konnte ab August 1949 wieder genutzt werden.[2] 1950 erfolgte die Umbenennung in BSG Lokomotive Cottbus, als Trägerbetrieb fungierte weiterhin die Deutsche Reichsbahn. 1950 wurde Cottbus nach einem vierten Platz in der Landesliga Brandenburg in die neu geschaffene DS-Liga eingegliedert. Lokomotive Cottbus musste nach nur zwei Spielzeiten gemeinsam mit der SG Hohenschönhausen und dem SV Berlin-Grünau die Liga wieder verlassen. In den 1950er-Jahren erfolgte der Umzug in das neu erbaute Lokstadion (Stadion der Eisenbahner). In der Folgezeit agierte Lok Cottbus bis Mitte der 1970er Jahre größtenteils in der jeweils drittklassigen II. DDR-Liga sowie Bezirksliga Cottbus. 1963 wurde die erste Mannschaft von Lok Cottbus zwangsweise als zweite Mannschaft in den SC Cottbus integriert und konnte seit dem nicht mehr mit dem Lokalrivalen Vorwärts Cottbus und später auch Energie Cottbus mithalten. Nach Gründung der BSG Energie Cottbus agierte die Lok Ende der sechziger Jahre wieder mit einer eigenen ersten Mannschaft, welche sich 1971 auch in der Bezirksliga zurückmeldete. Bis zur Wende gelang Lok Cottbus in den Jahren 1974 und 1982 noch zweimal der Aufstieg in die DDR-Liga, aus der die Lausitzer jeweils nach einer Spielzeit wieder abstiegen.

Nach der Wende wurde die BSG in ESV Lok Cottbus umbenannt und spielte fortan in der viert- bzw. ab 1994 fünftklassigen Verbandsliga Brandenburg. Mit dem Sieg im Brandenburgischen Landespokal 1991 gelang die Qualifikation für den DFB-Pokal 1991/92, bei der die Cottbuser in der 1. Hauptrunde dem VfB Oldenburg mit 0:3 unterlagen. Am 1. Januar 1992 trennte sich die Turnabteilung vom Verein und gründete den TV 1861 Cottbus neu.

Der höchsten Brandenburger Spielklasse gehörte Lok Cottbus bis 1998 mit überwiegend gesicherten Mittelfeldplätzen an. Nach dem 1998 erfolgten Abstieg in die Landesliga löste sich die Fußballabteilung aus dem ESV Cottbus heraus und spielte als FSV Cottbus 99. Die Landesliga wurde bis 2001 gehalten. Im Anschluss verzichtete der FSV Cottbus auf eine Teilnahme in der Landesklasse und zog seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück.

Einzelnachweise

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  1. Hans Szonn: 100 Jahre Niederlausitzer Fußball S. 104
  2. Hans Szonn: 100 Jahre Niederlausitzer Fußball S. 110