Lord Münsterland Caravan

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LMC Caravan GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1981
Sitz Sassenberg, Nordrhein-Westfalen
Leitung Ulrich Schoppmann (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 380
Branche Fahrzeughersteller
Website www.lmc-caravan.de

Lord Münsterland Caravan (LMC Caravan GmbH & Co. KG) ist ein in Sassenberg (Nordrhein-Westfalen) beheimatetes Unternehmen, das Wohnwagen und Wohnmobile für den europäischen Markt herstellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Knospe“, 1955

Im Jahr 1955 entwarf der damalige Konstrukteur Austermann den Wohnwagen „Knospe“. Elf Jahre später gründete Wilhelm Saure die „Wilhelm Saure KG“ in Sassenberg, nachdem er die Firma Austermann 1966 übernahm.

Aufgrund des wachsenden Erfolgs wuchs der Betrieb in Sassenberg in den Folgejahren. Dies spiegelte sich ebenso auf die rasante Auftragsentwicklung wider. Angesichts dessen wurden bis 1974 große Teile der Produktion in Kooperation mit der Firma Karmann in Rheine abgewickelt. Dadurch entstanden Kapazitäten für neue Baureihen: Lord, Münsterland.

Gleichermaßen bekam die Firma 1981 den Namen „LMC Lord Münsterland Caravan GmbH“, die nun auch neue Gesellschafter aufnahm. Im Anschluss an die Erweiterung der Produktionsstätten wurden mit den Baureihen Münsterland, Luxus, Münsterland-Dominant, Lord und Lord Exquisit große Erfolge erzielt. Dies wirkte sich zudem positiv auf die Erweiterung des Exportes aus.

Daraufhin begann 1986 die Serienfertigung von Liberty-Reisemobilen, die rasch wachsende Marktanteile mit sich führte. Fünf Jahre später, 1991, übernahm das Unternehmen Erwin Hymer die „LMC-Caravan GmbH“, welche zu dem Zeitpunkt einen Umsatz von ca. 80 Millionen DM hatte und ca. 320 Mitarbeiter beschäftigte. Ab 1993 entschied LMC zusätzlich Wohnwagen der Firma T.E.C. in die Produktion zu übernehmen. Folgend vollzog sich zwei Jahre später ein kompletter Umzug des Unternehmens von Mühlheim nach Sassenberg. Zum Jahrhundertwechsel wurden Investitionen in Höhe von sieben Millionen Euro in ein neues Kundendienstzentrum sowie in eine neue Produktions- und Logistikhalle getätigt.

2005 baute LMC dann zum ersten Mal Alkoven und teilintegrierte Reisemobile auf Ford-Transit-Chassis. In den darauffolgenden Jahren investierte LMC wiederholt in den Standort Sassenberg. Durch die Anschaffung einer Wasserstrahlschneideanlage war es möglich, sich mit 600 bar Druck mühelos durch Styrofoam, Teppiche etc. zu schneiden. Des Weiteren wurden eine neue Dachstraße sowie ein neues Kantenbearbeitungszentrum gebaut. Ebenso fand 2009 eine komplette Umstrukturierung in der Produktion statt. Die konsequente Trennung von Montage und Vormontage ermöglichte eine steigende Komplexität innerhalb der Baugruppen. Daraus resultierten sowohl weniger benötigte Bänder als auch kürzere Taktzeiten. Kurz darauf investierte Familie Hymer 1,2 Millionen Euro in neue Hagelschutzdächer. 2011 begann LMC mit der gewichtsoptimierten Bauweise und stelle Reisemobile mit einer Gesamtmasse von 3,5 t her.

2013 erfolgte der Zusammenschluss der T. E. C. Caravan GmbH & Co. KG und LMC Caravan GmbH & Co. KG zur LMC Caravan GmbH & Co. KG.

Der Standort Sassenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild der LMC Produktionshallen in Sassenberg

Am Standort Sassenberg, Nordrhein-Westfalen, werden Fahrzeuge der Marke LMC hergestellt. Die Produktpalette umfasst Caravans und Reisemobile. Das Betriebsgelände streckt sich über eine Gesamtfläche von 175.000 m², wovon 28.500 m² überdacht sind. In den vergangenen Jahren folgten Investitionen in den Bau eines Kundendienstzentrums, in eine neue Produktions- und Logistikhalle, in den Erwerb diverser Anlagen und Maschinen sowie in die Errichtung eines Hagelschutzdachs. Darüber hinaus wurde 2012 eine neue Chassis-Halle fertiggestellt. Am Standort sind derzeit 380 Mitarbeiter tätig.

Techniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Long Life Technologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LLT

Die spezielle Fertigungstechnik Long Life Technologie (LLT) ist eine Aufbauart, welche den Schutz vor Witterungseinflüssen optimiert. Dabei wird das Reisemobildach von GFK stabilisiert. Des Weiteren verzichtet der Wandaufbau gänzlich auf Holz. Stattdessen werden hochverdichtete PU-Leisten zur Verwindungssteifigkeit verarbeitet. Hinzukommend wird anstelle von Styropor ein Hochleistungsisolierkern aus XPS-Schaum verwendet, der den Schutz vor Feuchtigkeit gewährleistet.

Leichtbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die angewandte Leichtbautechnologie baut auf einen Materialmix. Zum Einsatz kommen spezielle Bauteile die leichter und, aufgrund ihrer Beschaffenheit und Verarbeitung, zudem stabiler als z. B. Vollholz sind. Dabei kommt es darauf an, diese Werkstoffe bestmöglich zu kombinieren. So bietet eine Verbundplatte aus GFK mit Jackodur-Kern neben Stabilität auch bestmögliche Dämmeigenschaften. Sie kommt dort zum Einsatz, wo eine gute Isolierung nach außen nötig ist. Im Innenausbau ist dies nicht erforderlich. Hier wird mit verschiedensten Verbundwerkstoffen in Sandwichbauweise Gewicht eingespart und gleichzeitig die Stabilität erhöht. Intelligenter Leichtbau bedeutet, dass jedes Material genau da seinen Platz findet, wo es seine Stärken ausspielen kann.

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caravans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reisemobile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]