Luis Ocaña Pernia

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Luis Ocaña.jpg

Jesús Luis Ocaña Pernía (* 9. Juni 1945 in Priego, Provinz Cuenca; † 19. Mai 1994 in Mont-de-Marsan) war ein spanischer Radrennfahrer.

Er wuchs allerdings in Frankreich auf, so dass man ihm dort den Namen "Der Spanier von Mont Marsant" gab. Gefördert wurde sein Talent durch den ehemaligen Radsportler und Tour-de-France-Sieger Antonin Magne. Bereits als Amateur bewies er seine Stärke als Zeitfahrspezialist, als er 1965 den zweiten Platz beim Grand Prix de France, 1966 den zweiten und 1967 den ersten Platz beim Grand Prix des Nations der Amateure belegte.

1968 wurde er Profi, fuhr zuerst im spanischen Team Fagor-Fargas, später in der französischen Bic-Mannschaft, dann wieder in Spanien für Super-Ser. Legendär wurde der "spanische Merckx" (Zitat der damaligen spanischen Sportpresse) neben seinem Tour-Sieg 1973 auch durch das Pech bei der Tour 1971. Er führte das Gesamtklassement bereits mit mehr als acht Minuten gegenüber Eddy Merckx an, ehe er auf der 14. Etappe von Revel nach Bagnères-de-Luchon so schwer stürzte, dass er die Tour beenden musste. Bei der Tour de France 1977 wurde er wegen des Dopings mit Pemolin einen Monat (auf Bewährung) gesperrt, erhielt zehn Strafminuten und musste 1000 Schweizer Franken Strafe bezahlen.[1]

Weitere Erfolge:

1977 beendete er seine Karriere. In der Folgezeit übernahm er bei verschiedenen Rennställen die Rolle des Sportdirektors. 1994, kurz vor Beginn der Tour, erschoss sich Luis Ocaña in seiner Finca in Südfrankreich. Wahrscheinlicher Grund dafür war eine schwere Erkrankung: Wenige Monate vor seinem Tod hatte er nach einem schweren Autounfall eine verseuchte Bluttransfusion erhalten, in deren Folge er an Hepatitis C erkrankte.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Bielefeld 2007, S. 258. ISBN 978-3-7688-5245-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]