Mährer (Volksgruppe)

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Dieser Artikel behandelt die Angehörigen der Volksgruppe der Mährer im heutigen Tschechien, für die Angehörigen des mittelalterlichen mährischen Stammes siehe Mährer (Stamm).
Bevölkerungsanteil der sich zur mährischen Volksgruppe bekennenden Tschechen 2011

Die Mährer (auch Mähren, veraltet auch Morawer, tschechisch: Moravané) sind eine westslawische Volksgruppe im mährischen Landesteil der Tschechischen Republik. In der eigenen Wahrnehmung sind sie ein eigenständiges Volk, das die tschechische Sprache spricht. Vor der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auch die deutschsprachigen Bewohner Mährens als (Deutsch-)Mährer bezeichnet.

Sie sind die Nachfahren der Bewohner des frühmittelalterlichen Mährerreiches, die das Land etwa im 6. Jahrhundert besiedelten. Zur "mährischen Nationalität" bekannten sich im Jahr 1991 in einer Volkszählung 1.362.000 Menschen, das waren 13,2 % der Gesamtbevölkerung Tschechiens, im Jahr 2001 fiel sie auf 380.000 Menschen. Bei der Volkszählung 2011 wurde ein Anstieg der sich zur mährischen Volksgruppe bekennenden Bürger auf 630.897 verzeichnet, davon benannten 108.423 Personen ihre Volkszugehörigkeit in Kombination mit einer anderen (99.000 davon als "mährisch-tschechisch"). [1]

Zusätzlich gliedern sich die Mährer in weitere Untergruppen mit regionalen Dialekten der Tschechische Sprache:

Heute werden meistens auch die

als Mährer betrachtet.

Die aus Mähren nach 1945 vertriebenen Sudetendeutschen sehen sich selber meistens ebenfalls als Mährer, jedoch Mährer deutscher Muttersprache. Die sowohl aus Böhmen als auch aus Mähren stammenden Sudetendeutschen können alternativ als Deutschböhmen und Deutschmährer bezeichnet werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. K moravské národnosti se při sčítání přihlásilo přes půl milionů lidí na Tiscali.cz