Magenza

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Huldigungsschreiben der Jüdischen Gemeinde zu Magenza zur Feier der Wahl von Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim zum Mainzer Kurfürst am 5. Juli 1763

Magenza ist seit dem Mittelalter die jüdisch-hebräische Bezeichnung für die Stadt Mainz. Eine jüdische Gemeinde in Mainz wird schon für die römische Zeit angenommen,[1] einen sicheren Nachweis liefert jedoch erst eine Quelle aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, die jedoch schon von einer blühenden Gemeinde spricht.

Magenza war im Mittelalter eines der Zentren des aschkenasischen Judentums in Mitteleuropa. Die Stadt gehörte zusammen mit Speyer und Worms zu den so genannten SchUM-Städten. Gerschom ben Jehuda, einer der bedeutendsten jüdischen Mitbürger von Magenza, begründet hier gegen Ende des 9. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Talmudschulen, deren Erlasse einen großen Einfluss auf die anderen aschkenasischen Gemeinden hatte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das jüdische Leben in Mainz immer wieder durch Pogrome und Verfolgungen behindert oder vernichtet. Die schlimmsten Vorfälle dieser Art war das Pogrom von 1096 und die Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Während des Nationalsozialismus wurden insgesamt 1300 bis 1400 Mainzer Juden ermordet. Nach dem 2. Weltkrieg etablierte sich bereits im Oktober 1945 eine neue jüdische Gemeinde in Magenza, die aber lange stagnierte und nur langsam bis auf zur Zeit etwa 1000 Mitglieder[2] wuchs. Mit der Einweihung der neuen Synagoge im Jahre 2010 am Standort der ehemaligen Hauptsynagoge in der Hindenburgstraße ist die jüdische Gemeinde von Magenza wieder im heutigen Stadtbild präsent.

Geschichte der jüdischen Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 11. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstein des Jakob ben Jakar

Die Ursprünge der jüdischen Gemeinde in Mainz sind nicht geklärt. Angenommen wird, dass die Juden bereits mit den Römern an den Mittelrhein gekommen seien, also schon vor dem 5. Jahrhundert. Ein Nachweis dieser Annahme konnte bislang jedoch nicht erbracht werden.[1] Als Indiz für das Bestehen einer Gemeinde wird angeführt, dass Mainz im 7. Jahrhundert bereits ein bedeutender Handelsplatz gewesen sei und die Juden der damaligen Zeit Träger des Fernhandels gewesen seien, ausgestattet mit bischöflichen Privilegien und Freiheit von nennenswerten Handelsbeschränkungen.[1] Ibrahim ibn Yaqub, ein Gesandter des Kalifen von Córdoba Abd ar-Rahman III. berichtete zu seiner Reise in das Ostfrankenreich über Mainz als solchen Handelsplatz.[3] Der erste sichere Nachweis einer jüdischen Gemeinde stammt jedoch aus einer Überlieferung rabbinischer Rechtsgutachten aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, allerdings bestand zu diesem Zeitpunkt bereits eine blühende Gemeinde. Im 10. Jahrhundert begann auch die Einwanderung jüdischer Familien aus dem südlichen Italien und teilweise auch aus dem südlichen Frankreich. Mainz wurde bekanntestes Zentrum des aschkenasischen Judentums.[1]

Der berühmteste Gelehrte jener Zeit war Gerschom ben Jehuda, der um 960 in Mainz geboren wurde und dort 1028 oder 1040 starb. Er war der Gründer einer jüdischen Hochschule (Jeschiwa) und begründete so ein von der Tradition babylonischer Religionsschulen unabhängiges Judentum.[1] Simeon bar Isaac war Rabbiner und Leiter der Mainzer jüdischen Gemeinde.[4]

Die ältesten archäologischen Zeugnisse der jüdischen Gemeinde von Mainz stammen aus dem 11. Jahrhundert. 1093 ist erstmals eine Synagoge erwähnt, die sich auf dem Eckgrundstück Schusterstraße/Stadthausstraße befand, also in unmittelbarer Nähe der heutigen Quintinskirche. Der älteste Grabstein auf dem Judensand, bis 1880 der einzige jüdische Friedhof in Mainz, datiert aus dem Jahr 1049 und ist damit der älteste in Mitteleuropa.[5] Das Siedlungsgebiet der Juden lag damals am Rheinufer zwischen Fischtor und Karmeliterkirche. Das mittelalterliche Judenviertel war kein Ghetto, vielmehr waren die meisten Einwohner dort Nichtjuden, obwohl diese Mischbewohnung 1310 durch eine Synode in Mainz verboten worden war.[6]

11. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bereits angeführt, waren die Mainzer Juden vor allem im Fernhandel tätig. Das damalige Judenviertel lag dazu strategisch günstig, denn südlich davon befand sich das Handelszentrum Am Brand, der wichtigste Marktplatz der Stadt für Waren, die mit dem Schiff kamen. Zudem bestand eine räumliche Nähe zum erzbischöflichen Hof. Der Erzbischof war damals Schutzherr der Juden. Von Mainz aus betrieben die Juden Handel mit Gewürzen, Seide, Pelzen und Metallwaren. Zudem waren sie im Kreditwesen tätig. Innerhalb und außerhalb der Stadt besaßen sie zudem Weinberge. Die Juden galten als frei und wehrhaft und durften nichtchristliche Sklaven halten sowie nach eigenem Recht leben, das sich bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts allerdings dem Recht der Nichtjuden anglich.[7]

Geleitet wurde die Gemeinde von Parnasim, den Vorstehern, und Ältesten, die zusammen den Judenrat bildeten.

Die im Judenrecht geregelten Privilegien für jüdische Kaufleute waren schon im 11. Jahrhundert Gegenstand von Anfeindungen. Schon 1012 kam es in Mainz zu einer Vertreibung von Juden durch König Heinrich II.[8] 1084 kam es nach einem Brand im Judenviertel zu Auseinandersetzungen, die zu einem Weggang von Juden nach Speyer führte, wo der dortige Bischof ihnen ein vorteilhaftes Privileg erteilte.

Pogrom von 1096[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das folgenschwerste Ereignis jedoch stellt das Judenpogrom von 1096 dar. Nachdem Papst Urban II. 1095 zum Kreuzzug aufgerufen hatten, sammelten sich bald im ganzen Reich lose Heerhaufen, die dem Aufruf des Papstes folgen wollten. Schon bald jedoch kam die Parole auf, dass man die Ungläubigen zunächst in der eigenen Heimat bekämpfen müsse, bevor man dies auch im Heiligen Land tue. Dies zielte vor allem auf die Juden, denen der Kreuzestod Jesu Christi angelastet wurde. Schon bald kam es daher im ganzen Reich zu Pogromen. Am Mittelrhein sammelte der fränkische Adelige Emicho eine Armee, die bald auf die Städte Speyer und Worms zog, wo sie die dortigen jüdischen Gemeinden vernichtete. Danach zog die Armee nach Mainz, wo sie am 25. Mai 1096 eintraf. Der regierende Erzbischof Ruthard und der Mainzer Burggraf versprachen den Juden Schutz und ließen sie in ihre Burgen. Die Kreuzfahrer begannen mit der Belagerung der Stadt. Schon am 27. Mai öffneten Mainzer Bürger die Stadttore. Der von den Kreuzfahrern ebenfalls bedrohte Erzbischof floh aus der Stadt und überließ die Juden damit ihrem Schicksal. Nur sehr wenige Juden wählten die Zwangstaufe, um dem Tod zu entgehen. Die anderen wurden ermordet oder begingen rituellen Selbstmord. 50 Juden gelang mithilfe der erzbischöflichen Garde die Flucht nach Rüdesheim, wo sie jedoch abermals gestellt und schließlich ermordet wurden. Nach dem Sturm auf die erzbischöfliche Burg zogen die Kreuzfahrer weiter zur Residenz des Burggrafen, wo die verbliebenen Mitglieder der jüdischen Gemeinde ebenfalls ermordet wurden. Die Zahl der Opfer wird auf 700 bis 1300 geschätzt.[9] Der Chronist Salomo bar Simson verfasste um 1140 in Mainz einen Bericht über die jüdischen Gemeinden in Deutschland während des Ersten Kreuzzug auf Hebräisch, auch Elieser ben Nathan aus Mainz beschrieb das Ereignis.

Erzbischof Ruthard floh anschließend nach Thüringen, da der Kaiser ihn für seine unterlassene Hilfeleistung zur Rechenschaft ziehen wollte. Zudem musste er sich den Vorwurf der Bereicherung gefallen lassen, da er für die Schutzzusage von der jüdischen Gemeinde Geld genommen hatte.

Das Pogrom von 1096 bedeutete das Ende der Hochzeit der jüdischen Gemeinde von Mainz. Sie erreichte auch in der Zukunft nie mehr ihre frühere Blüte.[9] In der jüdischen Liturgie wird der Opfer dieses Massakers unter dem Namen Gezerot Tatnu („Verfolgung des Jahres 4856“ [nach jüdischer Zeitrechnung]) gedacht.

Neuanfang 11. bis 14. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte von Mitteleuropa, Hauptstädte zeigend, in denen sich 1348–1349 Pogrome gegen die Juden ereigneten.
Mainz: 22. August,
Frankfurt am Main: 24. Juli,
Worms: 1. März,
Speyer: 22. Januar 1349

Nichtsdestotrotz bildete das Mainzer Judentum zusammen mit den Gemeinden in Speyer (Schpira) und Worms (Urmaisia) alsbald wieder das Zentrum des aschkenasischen Judentums. Diese drei SchUM-Städte (Schpira, Urmaisia, Magenza) bildeten einen Verbund, hatten ab den 1220er Jahren ein gemeinsames Recht (Taqqanot Qehillot Šum) und erzielten damit eine große rechtliche Autorität unter den Aschkenasim.[9] Möglich wurde dies durch die Judenpolitik Heinrichs IV., der nicht nur die Schutzrechte erneuerte, sondern auch die Rückkehr der Zwangsgetauften zu ihrem ursprünglichen Glauben gestattete.

Dieses enge Schutzverhältnis führte alsbald zu einem Unterordnungsverhältnis zum Kaiser und seiner Wirtschaftsverwaltung. Dem Kaiser oblag somit auch die Besteuerung der jüdischen Bevölkerung, ein Recht, dass in Mainz dem Erzbischof als kaiserliches Lehen zugutekam. Nach dem Erhalt der Stadtfreiheit 1244 ging das Recht 1295 auf die Stadt Mainz über.

Bei allen weiteren Kreuzzügen kam es zu Ausschreitungen gegen die Juden der Stadt, die jedoch nicht die Dimension des Pogroms von 1096 erreichten. Im 14. Jahrhundert verdichteten sich die antijüdischen Strömungen jedoch erneut. Am 28. August 1349 kam es in Mainz zu einem großen Pogrom, das nur wenige Juden überlebten und in dessen Folge Teile des Judenviertels abbrannten. Das hinterlassene Eigentum der Toten und der Flüchtlinge beschlagnahmte der Stadtrat.[10]

Erst 1356 kehrten wieder Juden in die Stadt zurück. Der Rat vermietete ihnen die von ihm unter der Bezeichnung „Judenerben“ verwalteten Gebäude. Karl IV. stellte den Rückkehrern ein umfangreiches Schutzprivileg aus.[10] Die Gemeindebehörde bestand nun im Unterschied zu früher aus dem Gemeinderabbiner und drei am Jahresbeginn gewählten Vorstehern.

Die Verhältnisse der jüdischen Gemeinde waren indes in wirtschaftlicher und auch leiblicher Hinsicht ständig bedroht. Hohe Steuern, Schuldenerlasse und wirtschaftliche Beschränkungen ließen die Händler und Bankiers am Rande des Ruins agieren. Dazu kam, dass die Gemeinden nur noch für die Geltungsdauer von durch den Rat ausgestellten Schutzbriefen geduldet wurde. Die älteste überlieferte Urkunde dieser Art stammt aus dem Jahr 1365.[10]

Vertreibungen im 15. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert lockerte sich allmählich das bis dahin geltende Zinsverbot für Christen. In der Folge vertrieben viele Städte und Territorien ihre jüdische Bevölkerung, auf deren Dienste man nicht mehr angewiesen zu sein glaubte.[10]

In Mainz fiel diese Lockerung in die Zeit der Auseinandersetzung zwischen Patriziern und Zünften, die um die Macht im Stadtrat der Freien Stadt kämpften. Der Sieg der Zünfte verschlechterte die Lage der Juden, da die Zünfte im Gegensatz zu den Patriziern judenfeindlich gesinnt waren.[11]

1438 ordnete der Stadtrat den Auszug der Juden bis zum 25. Juli 1438 an. Der Friedhof auf dem Judensand wurde geschändet, die Synagoge zum Kohlenlager umfunktioniert. Jedoch drückten die Stadt damals bereits hohe Schulden, was den Rat 1444 veranlasste, die Juden wieder zurückzurufen. Der 25. Juli 1445 gilt als Tag der Wiederbegründung der Jüdischen Gemeinde von Mainz. Sie umfasste zu diesem Zeitpunkt zwischen 100 und 130 Personen[11] die zwischen 1,7 bis 1,9 % der Gesamtbevölkerung ausmachten.

Da die Juden wie viele andere Bürger während der Mainzer Stiftsfehde wohl Anhänger Diethers von Isenburg gewesen waren, wurden sie von Diethers Widerpart Adolf II. von Nassau nach seinem Sieg zusammen mit anderen Anhängern Diethers aus der Stadt verwiesen. 1463 holte Adolf II. sie wieder zurück bevor er sie 1471 aus dem gesamten Kurstaat auswies. Das jüdische Vermögen ging in staatlichen Besitz über; die Synagoge wurde zu einer Kapelle umgewidmet.[11]

Wiederaufleben der Gemeinde ab dem 16. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Erzstift verfügte Jakob von Liebenstein am 3. Juni 1507 noch eine allgemeine Ausweisung der Juden. 1510 protestierte Uriel von Gemmingen als Mainzer Erzbischof gegen das Vorgehen von Johannes Pfefferkorn, der auch in Mainz jüdische Bücher beschlagnahmen und verbrennen ließ. Kaiser Maximilian I. setzte eine Untersuchungskommission ein, und Uriel von Gemmingen wurde zum Vorsitzenden ernannt. Vor allem der in die Kommission berufene Johannes Reuchlin verurteilte das von den Dominikanern initiierte Unternehmen Pfefferkorns scharf und trat für einen verständnisvollen Umgang mit dem Judentum ein.

Die Vertreibungen bedeuteten allerdings nicht – wie früher angenommen – das vollständige Ende jüdischen Lebens in der Stadt. Aufzeichnungen aus der Amtszeit Erzbischof Bertholds von Henneberg belegen, dass Judenbürger sich um die Mikwe kümmerten und durchreisende Juden zu beherbergen hatten. Außerdem oblag ihnen der Beerdigungsdienst für Juden auf dem Judensand, womit nur kurmainzische Juden gemeint sein konnten.[12] 1517 nahm Erzbischof Albrecht von Brandenburg zahlreiche Juden im Erzstift auf. 1594 gab es in der Stadt wieder eine Synagoge, 1614 spricht ein Schätzungsbuch von sechs jüdischen Familien in der Stadt. Einen Rabbiner gab es zu jener Zeit nicht, weswegen die Juden sich in religiösen Fragen an die Rabbiner von Worms und Frankfurt wandten. 1602 wurde den Mainzer Juden der Rabbiner in Bingen zugewiesen. 1630 besaß die Gemeinde erstmals wieder einen eigenen Rabbiner.

1639 wurde eine neue Synagoge in der Klarastraße, Ecke Stadionerhofstraße geweiht, die bereits 1649 erweitert wurde. 1644 gab es in der Stadt 40 Hausbesitzer und Mieter sowie 15 Untermieter. Die Behausungen befanden sich in der Langgasse, der Bleiche, der Emmeranstraße, bei der Franziskanerkirche, in der Betzelstraße, am Schillerplatz, am Fischmarkt, bei der Christophskirche und am Karmeliterplatz.[12]

Die Judenpolitik der Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen tiefen Einschnitt für das jüdische Leben stellt die Judenpolitik der Mainzer Kurfürsten ab dem 17. Jahrhundert dar. Nach Beschwerden von Krämern über die unliebsame Konkurrenz durch jüdische Händler wies der Mainzer Erzbischof und Landesherr Johann Philipp von Schönborn am 8. Dezember 1662 alle jüdischen Familien bis auf 20 aus der Stadt aus und wies den verbliebenen Familien außerdem eine Gasse als Wohnbezirk zu, die sie an Sonntagen zu verschließen hatten.[12] Betätigung in einem zünftigen Gewerbe war nicht mehr gestattet. Das Dekret erwies sich als nicht durchsetzbar,[12] weswegen der Kurfürst 1671 ein weiteres Dekret erließ, das die Zahl der Familien auf 10 begrenzte und ihnen die alte Judengasse[Anmerkungen 1] in der Nähe des Armklarenklosters als Wohnbezirk zuwies. Nach der von Karl Anton Schaab verfassten „Diplomatischen Geschichte der Juden in Mainz“ von 1855 handelte es sich dabei um das schlechteste Gebiet der Stadt. Jedoch geschah die Umsiedlung im Zuge einer vom Erzbischof ohnehin geplanten Stadterweiterung (Anlage des Bleichenviertels), die mit großen Erschließungsmaßnahmen und der Errichtung repräsentativer Gebäude einherging.[13] Die Grundstücke wurden den Juden dabei kostenlos überlassen, zudem räumte der Kurfürst ihnen genau wie den Christen Preisnachlässe bei Handwerkern und Baumaterial ein.[14] Zu der dann Vordere Judengasse genannten Gasse kam bald eine weitere hinzu, die Hintere Judengasse. In ihrer Mitte lag ab 1684 die neue allerdings wenig ansehnliche[15] Synagoge. Zu einer Durchsetzung der Beschränkung auf zehn Familien kam es nicht. 1687 lebten etwa 250 Juden in Mainz, was 1 % der Gesamtbevölkerung entsprach.[15] 1717 wurde die Synagoge vergrößert.

Trotz all dieser Einschränkungen verfügte die jüdische Gemeinde über eine recht umfassende Autonomie. Sie führte ein eigenes Siegel und hatte den Status einer Körperschaft. Der Gemeindevorstand setzte sich aus je fünf Vorstehern, Einnehmern und Deputierten zusammen, das Amt des Parnas Hachodesch (Präses) wechselte monatlich. Der Vorstand erhob selbst die Steuern bei den Mitgliedern der Gemeinde, die er an die kurfürstliche Verwaltung abführte. Das erstinstanzliche Gerichtswesen wurde vom Rabbiner ausgeübt. Appellationsinstanz war das kurfürstliche Hofgericht.[16]

Die Judenschaft erwarb 1710 an die Offene Judengasse angrenzenden Grund und errichtete dort weitere Häuser. 1768 gestattete Kurfürst Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim die Errichtung weiterer Häuser außerhalb der beiden Judengassen. Damit war die räumliche Ausdehnung des Ghettos beendet.

Unter Kurfürst Lothar Franz von Schönborn schließlich wurde die Zahl der Schutzfamilien auf 101 begrenzt. Dazu kamen noch der Rabbiner, der Vorsänger, der Schuldiener, der Arzt und der Hoffaktor, schutzsässige Witwen, das Gesinde und die Schüler des Rabbiners. Aufnahmen in die Judenschaft durften nur erfolgen, wenn die Zahl der 101 Familien nicht überschritten wurde. Aufnahmegebühr und Besteuerung der Juden war wesentlich höher als die der übrigen Mainzer Bürgerschaft.[17]

Mit dem einsetzenden Zeitalter der Aufklärung gingen auch Erleichterungen für die Judenschaft einher. Unter Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal kam es erstmals zu konkreten Überlegungen hinsichtlich der Verbesserung der Zustände im jüdischen Ghetto. Die Öffnung der Zunftberufe für Juden wurde allerdings abgelehnt. Gewerbe und Manufakturen, die den Zünften nicht vorbehalten waren und weder Gesellen noch Lehrlinge benötigten durften von allen Juden jedoch gegründet werden. Darüber hinaus erschien den Behörden die Reform des Bildungswesens und die Beseitigung der drängenden Wohnungsnot in dem von 848 Juden bewohnten Viertel vorrangig. Dazu wurde den Kindern empfohlen, christliche Schulen zu besuchen. Zudem wurde den Behörden durch ein Reskript des Kurfürsten eingeschärft, Juden und Christen die gleiche schleunige Rechtsprechung zukommen zu lassen. Eine Emanzipation der Juden konnte sich die alte Ständegesellschaft jedoch nicht vorstellen.[18]

Emanzipation während der Franzosenherrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einer Emanzipation der Judenschaft kam es daher erst nach der Niederlage des Reichs in den Revolutionskriegen und der Besetzung der Stadt durch die Franzosen 1792. Da in Frankreich alle Juden seit 1791 volle Bürgerrechte besaßen, galt dies plötzlich auch für die Mainzer Judenschaft in der Mainzer Republik. Bei der Errichtung des Freiheitsbaums am 3. November 1792 traten Juden gleichberechtigt neben Geistlichen, Zunftleuten, Medizinern und Juristen auf.

Dennoch stand die Judenschaft dem neu gegründeten Mainzer Jakobinerklub ablehnend gegenüber. Beitretende Juden wurden mit Synagogenbann belegt.[19] Der Aufforderung zum Eid auf die revolutionäre französische Verfassung 1793 kamen nur 18 Juden nach, was 15 % der Haushaltsvorstände entsprach. Wer aber den Eid verweigerte, wurde mit der Ausweisung bedroht. Nachdem die Reichstruppen die Stadt 1793 eingeschlossen hatten mussten die „Ungeschworenen“, darunter auch viele Juden die Stadt verlassen. Über die Rückkehr der deutschen Behörden zeigten sich die Juden anschließend befriedigt.[19] Ursache für die Skepsis der Judenschaft gegenüber den Jakobinern war zum einen eine Skepsis gegenüber Neuerungen an sich. Dazu kamen die Vorbehalte der Mainzer Jakobiner gegenüber den Juden und die Befürchtung der Judenschaft, dass der Eintritt ins Bürgertum eine Gefahr für die religiöse Gesetzestreue bedeuten könne.[20]

Nach der erneuten Besetzung der Stadt durch die Franzosen 1797 zerstreuten sich solche Bedenken jedoch, was auch dem veränderten Zeitgeist geschuldet war. 1798 gehörte dem Stadtrat mit Ludwig Bamberger erstmals ein Jude an. Im selben Jahr wurde die Judenwache am alten Ghetto eingerissen. Juden durften sich als Bürger nunmehr in der ganzen Stadt niederlassen.

Auch unter Napoleon war das jüdische Leben nicht frei von Reglementierungen. Napoleon dekretierte ein zentralistisch aufgebautes Gemeindesystem. In jedem Département wurde ein Konsistorium errichtet, das dem Zentralkonsistorium in Paris unterstand. Das Konsistorium bestand aus zwei Rabbinern und drei Laien, die von Paris bestätigt werden mussten. Für die gesamter Konsistorialverwaltung zuständig war ein Großrabbiner mit Sitz in jeder Départements-Hauptstadt, also auch in Mainz, das Hauptstadt des Départements Donnersberg war. Der Mainzer Großrabbiner war Samuel Wolf Levi (1751–1813).[21] Außerdem bestimmte ein kaiserliches Dekret vom 17. März 1808, dass ein Jude zehn Jahre lang keinen Handel treiben dürfe, wenn er nicht ein entsprechendes Patent vorzuweisen habe. In diesen Patenten bescheinigte die Bürgermeisterei, dass der Betreffende sich nicht des Wuchers schuldig gemacht habe und die Jüdische Gemeinde, dass er sich rechtschaffen geführt habe und seinen Verpflichtungen treu nachgekommen sei („Moralitätspatente“). Diese Regelung blieb auch nach dem Abzug der Franzosen bestehen.

Entwicklung der Emanzipation nach 1816[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinde

Nach Napoleons Niederlage und dem Abzug der Franzosen aus Mainz kam die Stadt 1816 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Die neue Regierung änderte zunächst nichts am Status quo. Erst 1847 wurden die Moralitätspatente abgeschafft. Versagt blieb den Juden weiterhin der Staatsdienst.

Die Jüdische Gemeinde führte schon 1819 wieder die Regeln über die Vorstandswahlen von 1750 wieder ein. Der Vorstand bestand aus fünf Personen unter Vorsitz des Präses. Eine Verordnung von 1830 bestimmte, dass das Kreisamt die Vorstandsmitglieder nach Anhörung der Bürgermeisterei zu ernennen hatte. Die Gemeinden führten nun die offizielle Bezeichnung „Israelitische Religionsgemeinden“ und besaßen das Recht, Umlagen von ihren Mitgliedern zu erheben. 1831 trat eine neue Synagogenordnung in Kraft, 1832 eine neue Beerdigungsordnung. 1850 lebten in der Stadt 2125 Juden bei einer Gesamtbevölkerung von 37.000.[22]

Spaltung der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformen und die Emanzipation weckten jedoch auch die Befürchtung, die jüdische Identität könnte durch Assimilation verloren gehen. Tief in den Kultus eingreifende Reformen wie die Ersetzung der Barmitzwa durch eine Konfirmation 1840[23], die geplante Aufhebung der getrennten Frauensynagoge und andere Ideen führten zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen, an deren Ende es 1849 zu einer Spaltung der jüdischen Gemeinde in eine orthodoxe und eine liberale Judenschaft mit getrennter Verwaltung, eigenem Gemeindeleben, eigener Synagoge, eigenen Schulen und Einrichtungen kam. Beide Gemeinden bildeten jedoch weiterhin eine Körperschaft. Joseph Aub wechselte am 4. Dezember 1852 zum Rabbinat in Mainz und blieb bis 1865 Rabbiner der liberalen Mainzer Gemeinde; die orthodoxe Gemeinde wurde durch Marcus Lehmann geleitet.[24]

Neue Blütezeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Hauptsynagoge von 1912
Haus Walpodenstraße 17. Hier wurden jüdische Mitbürger bis zu ihrem Abtransport isoliert.

Trotz der Spaltung kann die Zeit von der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1933 als zweite Blütezeit der jüdischen Gemeinde von Mainz angesehen werden. Davon zeugen nicht zuletzt die Synagogenneubauten, vor allem der Bau der prächtigen Hauptsynagoge 1912, die prosperierende Gemeinde, ein reges Vereinsleben und ein großzügiges Wohltätigkeitswesen für alle möglichen Einrichtungen der Stadt, so zum Beispiel das städtische Theater und verschiedene Sportvereine, unter anderen der 1. FSV Mainz 05. Die im 19. Jahrhundert bereits existenten antisemitischen Parteien hatten in Mainz keine nennenswerten Erfolge zu verbuchen.[25] Materiell schlechter ging es den vor allem nach dem Ersten Weltkrieg einwandernden Ostjuden, die schon 1908 als dritte Untergruppe der Mainzer Juden den „Israelischen Humanitätsverein“ gegründet hatten. Der Zuzug der mit der Mentalität der rheinischen Juden fremdelnden Gruppe verschärfte in der Gemeinde die Gegensätze zwischen Liberalen und Orthodoxen.[26]

Untergang der Gemeinde während der NS-Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten begann auch in Mainz der Prozess der schleichenden Entrechtung des Judentums. Entlassung aus dem öffentlichen Dienst, Boykott jüdischer Geschäfte, Ausschluss aus den Schulen, Enteignung und Aberkennung der Staatsbürgerschaft waren die sichtbaren Anzeichen. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden die Hauptsynagoge und die Synagoge an der Flachsmarktstraße niedergebrannt. Die Hauptsynagoge wurde anschließend gesprengt, die Kosten dafür musste die jüdische Gemeinde tragen.[27] Allerdings gelang die Rettung eines Teils der jüdischen Bibliotheken. Er befindet sich heute als Leihgabe in der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Mainz und umfasst rund 5500 Bände.

Ab 1942 begann die Deportation der Mainzer Juden. Am 30. März 1942 wurden 450 Juden nach Piaski bei Lublin gebracht, am 27. September abermals 450 Juden nach Theresienstadt. Drei Tage später wurden 117 Juden ins Generalgouvernement nach Polen verschleppt. Beim letzten Transport am 10. Februar 1943 wurden noch 15 Juden aus Mainz deportiert, insgesamt also 1092 Menschen.[28] Dazu kommen jene, die außerhalb der großen Transporte aus der Stadt gebracht wurden. 1420 Juden aus Mainz konnten Deutschland rechtzeitig verlassen.

Als die US-Army am 22. März 1945 die Stadt einnahm, lebten noch 61 Juden in der Stadt. Dabei handelte es sich um Juden, die in „privilegierter Mischehe I“ lebten. Dabei handelte es sich um Mischehen, aus denen Kinder hervorgegangen waren. Am 10. Juli 1945 kehrten 2 Überlebende aus Theresienstadt nach Mainz zurück. Die meisten nahmen jedoch keinen Wohnsitz mehr in der Stadt.

Neuanfang nach dem Holocaust[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Oktober 1945 beantragte der Mainzer Kulturdezernent und überlebende Mainzer Jude Michel Oppenheim bei der französischen Militärregierung die Neugründung der Mainzer Jüdischen Gemeinde. Die Erlaubnis wurde am selben Tag erteilt.[28] Am 9. November 1945 beschlossen 20 versammelte Juden im Stadthaus die Neugründung. Gottesdienste gab es jedoch erst am 10. September 1947 wieder, als in der Feldbergschule eine neue Synagoge eingeweiht wurde. Am Eingang des jüdischen Friedhofs in der Unteren Zahlbacher Straße errichtete die Gemeinde 1948 ein Mahnmal. Ein weiteres Mahnmal stellen die aufgerichteten Säulen der Eingangshalle der zerstörten großen Hauptsynagoge von 1912 dar.

Der Aufbau der Gemeinde verlief nach dem Krieg nur recht schleppend. Hauptproblem war die geringe Mitgliederzahl, weswegen auch der Bau einer neuen Synagoge lange Jahre verschoben wurde, bis man am 23. November 2008 mit einem Neubau an alter Stelle begann. Diese wurde am 3. September 2010 eingeweiht. Seit 1959 ist die Jüdische Gemeinde von Mainz Körperschaft des Öffentlichen Rechts.

Jüdische Gemeinde heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neue Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Mainzer Neustadt. Bau von Manuel Herz, eingeweiht 2010

Die heutige jüdische Gemeinde in Mainz zählt circa 1000 Mitglieder (Stand: 2015[2]), wobei viele der Gemeindemitglieder aus den Ländern Osteuropas stammen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Maria Keim: Von Süssel Hechtsheim bis David Kapp. Die Hechtsheimer Juden. Verein Hechtsheimer Ortsgeschichte, Mainz 1994 (=Hechtsheimer Ortsgeschichte, Heft 4).
  • Magenza : die Geschichte des jüdischen Mainz ; Festschrift zur Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes der Landes-Bausparkasse Rheinland-Pfalz / [hrsg. von der Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz]. Rolf Dörrlamm. – Mainz: Schmidt, 1995. – 124 S.: zahlr. Ill., graph. Darst.; 29 cm. – ISBN 3-87439-366-6.
  • Gabriele Ziethen: Archäologie des 20. Jahrhunderts in Mainz. Hinteres Synagogenstraße 7 (Lit D. 396) und 9 (Lit. D 395). In: Mainzer Zeitschrift. Jahrgang 87/88 (1992/93), Zabern-Verlag, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1711-5, ISSN 0076-2792. (mit mehreren Abbildungen (die über 100 Jahre alt und somit wikipediatauglich sind) und vielen Literaturangaben)
  • Karl Anton Schaab Diplomatische Geschichte der Juden in Mainz. Mainz 1855.
  • Friedrich Schütz, Magenza, das jüdische Mainz, in: Mainz – Die Geschichte der Stadt.
  • Chaim Tykocinski: Die Verfolgung der Juden In Mainz im Jahre 1012, A. Favorke, Breslau, 1916.
  • Günter Christ, Erzstift und Territorium Mainz, in: Friedhelm Jürgensmeier (Hg.), Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Bd. 2, S. 28f
  • Eugen Ludwig Rapp: Chronik der Mainzer Juden. Die Mainzer Grabdenkmalstätte. Herausgegeben von der Jüdischen Gemeinde Mainz, Mainz 1977.
  • Publikationsflyer: Magenza – 1000 Jahre jüdisches Leben am Rhein, mainzplus citymarketing, 2013.
  • Literatur zum Jüdischen Mainz

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Grund dieser aus dem 16. Jahrhundert stammenden Bezeichnung ist nicht geklärt. In der Judengasse lebten laut Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 686 zuvor jedenfalls keine Juden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 679
  2. a b Hedwig Brüchert: Magenza - die Geschichte des jüdischen Mainz 1000 Jahre jüdisches Mainz - ein Überblick Vollständige Neubearbeitung der Fassung auf der CD: 2000 Jahre Mainz - Geschichte der Stadt digital, erstellt 28. Mai 2018
  3. Günter Prinzing: Das mittelalterliche Mainz und Byzanz. In: Archiv für Kulturgeschichte 91. Band Heft 1, 2009, S. 53.
  4. Stefan C. Reif, Andreas Lehnardt, Avriel Bar-Levav: Death in Jewish Life: Burial and Mourning Customs Among Jews of Europe and Nearby communities. de Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11-033861-4.
  5. Dörrlamm: Magenza. S. 63.
  6. Schütz: Mainz – Geschichte der Stadt. S. 680.
  7. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 681
  8. Chaim Tykocinski: Die Verfolgung der Juden In Mainz im Jahre 1012, A. Favorke, Breslau, 1916
  9. a b c Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 682
  10. a b c d Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 683
  11. a b c Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 684
  12. a b c d Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 685
  13. Dörrlamm, Magenza, S. 22
  14. Dörrlamm, Magenza, S. 68
  15. a b Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 687
  16. Günter Christ, Erzstift und Territorium Mainz, in: Friedhelm Jürgensmeier (Hg.), Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte, Bd. 2, S. 28f
  17. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 688
  18. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 689
  19. a b Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 690
  20. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 691
  21. Micheline Gutmann: Membres du Grand Sanhédrin. In: GenAmi.org. Abgerufen am 24. Januar 2019 (französisch).
    Fritz Reuter: Samuel Wolf Levi (1751–1813), Rabbiner in Worms und Mainz. In: Mainzer Zeitschrift, Bd. 96–97, 2001–2002, S. 163–168.
  22. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 694
  23. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 695
  24. Eugen Ludwig Rapp: Chronik der Mainzer Juden. Die Mainzer Grabdenkmalstätte. Herausgegeben von der Jüdischen Gemeinde Mainz, Mainz 1977
  25. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 698
  26. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 699
  27. Schütz, Mainz - Geschichte der Stadt, S. 700
  28. a b Schütz: Magenza, das jüdische Mainz; in: Mainz – Die Geschichte der Stadt, S. 701

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