Magnus Striet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Magnus Striet (* 1964 in Rheine) ist Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Freiburg im Breisgau.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Katholischen Theologie, Germanistik und Geschichte war er von 1994 bis 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Dogmatik und Dogmengeschichte in Münster. 1998 wurde er über das Subjekt in Nietzsches Spätphilosophie „Das Ich im Sturz der Realität“ zum Dr. theol. in Freiburg promoviert. Er habilitierte sich 2001 in Münster mit einer Arbeit zum Thema „Offenbares Geheimnis – Zur Kritik der negativen Theologie“ und erhielt die venia legendi für das Fach Dogmatik und Dogmengeschichte.

Nach Lehrstuhlvertretungen in Tübingen, Osnabrück und Münster wurde er 2004 zum Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg berufen. Vom 1. April 2008 bis 28. Februar 2010 stand er der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg als Dekan vor.

Seit 2011 ist er kooptiertes Mitglied der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg. Im selben Jahr lehnte er Rufe an die Universitäten Münster und Wien ab.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsschwerpunkte von Striet sind die Anthropologie, Gotteslehre und Eschatologie. Striet befasst sich insbesondere mit Fragen der Theologischen Anthropologie und der Gotteslehre, er wendet sich dabei auch schwierigen Fragestellungen wie der Theodizeedebatte zu. Sehr stark ausgeprägt ist bei ihm der Dialog zwischen Theologie und Philosophie, mit einem Schwerpunkt auf der neuzeitlichen Freiheitsphilosophie.

Er ist Unterzeichner des Memorandums „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“ und Mitherausgeber der Reihe ratio fidei - Beiträge zur philosophischen Rechenschaft der Theologie.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottes Schweigen. Auferstehungssehnsucht - und Skepsis, Grünewald, Mainz 2015, ISBN 978-3-7867-3033-0.
  • In der Gottesschleife. Von religiöser Sehnsucht in der Moderne Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-30686-0.
  • als Herausgeber: Wiederkehr des Atheismus. Fluch oder Segen für die Theologie? Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2008, ISBN 978-3-451-29821-9.
  • Krippengeflüster. Weihnachten zwischen Skepsis und Sehnsucht. Matthias-Grünewald, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7867-2678-4.
  • als Herausgeber mit Michael Kappes, Raimund Litz, Saskia Wendel (Hrsg.): Grundkurs Philosophie. Brennpunkte philosophischer Theologie. 2 Bände, Butzon & Bercker, Kevelaer:
  • Offenbares Geheimnis. Zur Kritik der negativen Theologie (= Ratio fidei. Beiträge zur philosophischen Rechenschaft der Theologie. Bd. 14). Pustet, Regensburg 2003, ISBN 3-7917-1822-3 (Habilitationsschrift, Universität Münster, 2001).
  • Der neue Mensch? Unzeitgemäße Betrachtungen zu Sloterdijk und Nietzsche. Knecht, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-7820-0849-9.
  • Das Ich im Sturz der Realität. Philosophisch-theologische Studien zu einer Theorie des Subjekts in Auseinandersetzung mit der Spätphilosophie Nietzsches (= Ratio fidei. Beiträge zur philosophischen Rechenschaft der Theologie. Bd. 1). Pustet, Regensburg 1998, ISBN 3-7917-1624-7 (Dissertation, Universität Münster, 1997/98).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magnus Lerch, Gottes Wesensoffenbarung als wechselseitige Liebe dreier Freiheiten. Die trinitätstheologische Position von Magnus Striet, in: ders., Selbstmitteilung Gottes. Herausforderungen einer freiheitstheoretischen Offenbarungstheologie. Regensburg 2015. S. 319–376.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]