Manuel I. Charitopoulos

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Manuel I. Charitopoulos (griechisch Μανουήλ Α΄ Χαριτόπουλος), auch Manuel Sarantenos (Μανουήλ Σαραντηνός) war Patriarch von Konstantinopel im Exil in Nikaia (1217–1222).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manuel war Diakon in Konstantinopel und trug den Titel hypatos ton philosophon.[1]

1204 verließ er Konstantinopel nach dem Fall der Stadt an die Kreuzfahrer.

1217 wurde er Patriarch von Konstantinopel.[2] Manuel war beteiligt an Verhandlungen zwischen Kaiser Theodor I. Laskaris und dem lateinischen Kaiser von Konstantinopel Robert von Courtenay über einen Friedensschluss und die Heirat von Robert mit Eudokia, der Tochter Theodors. Manuel verweigerte die Zustimmung aus kirchenrechtlichen Gründen.[3]

Manuel starb 1222.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vitalien Laurent: La chronologie des patriarches de Constantinople au XIIIe siècle (1208-1309). In: Revue des études byzantines. 27, 1969, S. 129 ff.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höchster der Philosophen, Bedeutung ist unsicher, vielleicht Ehrentitel der philosophischen Fakultät der Universität in Konstantinopel
  2. Die Wahl fand im Dezember 1216 oder Januar 1217 statt, die Inthronisierung im März 1217.
  3. Theodor war mit Marie de Courtenay, einer Schwester Roberts verheiratet, eine Ehe von Robert mit Eudokia, der Tochter Theodors daher nicht möglich (Inzestverbot).
VorgängerAmtNachfolger
Maximos II.Patriarch von Konstantinopel
1217–1222
Germanos II.