Martin Friedrich

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Martin Friedrich (* 27. Oktober 1957 in Dortmund) ist ein deutscher evangelischer Theologe. Seit 2002 arbeitet er als Studiensekretär bei der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

Friedrich studierte Evangelische Theologie an den Universitäten Bochum und Münster und wurde 1986 in Bochum zum Dr. theol. promoviert. Anschließend war er als Vikar und Pastor in verschiedenen Gemeinden tätig und wurde 1990 in der Evangelischen Kirche von Westfalen ordiniert. Von 1993 bis 2002 arbeitete er im Projekt Edition der Briefe Philipp Jakob Speners an der Ruhr-Universität Bochum, wo er sich 1996 für das Fach Kirchengeschichte habilitierte. Seit 2002 gehört er zur Geschäftsstelle der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und ist als Studiensekretär schwerpunktmäßig für innerprotestantische Lehrgespräche und interkonfessionelle Dialoge zuständig. Die Universität Bochum verlieh ihm 2003 den Titel „außerplanmäßiger Professor“ (apl. Prof.). An der Theologischen Hochschule Elstal nimmt er einen regelmäßigen Lehrauftrag wahr.

In seinen Veröffentlichungen beschäftigt sich Friedrich vor allem mit Themen der neuzeitlichen Kirchengeschichte sowie der Ökumenischen Theologie und der Konfessionskunde.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Abwehr und Bekehrung. Die Stellung der deutschen evangelischen Theologie zum Judentum im 17. Jahrhundert (= Beiträge zur historischen Theologie 72). Mohr, Tübingen 1988. ISBN 3-16-145318-2 (zugleich Diss. theol. Bochum 1986).
  • Die preußische Landeskirche im Vormärz. Evangelische Kirchenpolitik unter dem Ministerium Eichhorn (1840–1848). Spenner, Waltrop 1994. ISBN 3-927718-58-0.
  • Von Marburg bis Leuenberg. Der lutherisch-reformierte Gegensatz und seine Überwindung. Spenner, Waltrop 1999. ISBN 3-933688-29-9.
  • Kirche im gesellschaftlichen Umbruch. Das 19. Jahrhundert (= Zugänge zur Kirchengeschichte 8). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2006. ISBN 3-525-03703-1.
  • Kirche (= Ökumenische Studienhefte 14 = Bensheimer Hefte 108). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2008. ISBN 978-3-525-87122-5.

Dazu mehrere Herausgeberschaften sowie etliche Aufsätze und Artikel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]