Mausoleum von Belevi

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Koordinaten: 38° 0′ 53″ N, 27° 28′ 20″ O

Karte: Türkei
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Mausoleum von Belevi
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Türkei
Mausoleum von Belevi (2000)
Löwenkopf aus Belevi im Ephesos-Museum Selçuk

Das Mausoleum von Belevi ist ein monumentaler antiker Grabbau östlich des Dorfes Belevi in der Nähe des antiken Ephesos in der Westtürkei.

Die noch sichtbaren Reste des Mausoleums bestehen aus einem Steinsockel mit einem Umfang von ca. 30 × 30 Metern und mit einer Öffnung auf der Südseite, in der sich ein Sarkophag befunden haben soll. Säulenteile nahe dem Monument lassen darauf schließen, dass auf diesem etwa 10 Meter hohen Sockel ein Säulenhof bestanden hat. Ein Greif und ein Löwenkopf, die zu den Ornamenten des Mausoleums gehörten, sind im Ephesos-Museum Selçuk ausgestellt.

Datierung (4. oder 3. Jahrhundert v. Chr.) und ursprünglicher Grabinhaber werden in der Forschung diskutiert. Vorgeschlagen wurden unter anderem Lysimachos, ein Gefährten Alexanders des Großen,[1] der Seleukidenherrscher Antiochos II. (286–246 v. Chr.),[2] der persische Satrap Autophradates,[3] Mentor von Rhodos, Bruder des Feldherrn Memnon,[4] oder ein Heroon für den Hirten Pixodaros Euangelos.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • George Ewart BeanBELEVI Ionia, Turkey. In: Richard Stillwell u. a. (Hrsg.): The Princeton Encyclopedia of Classical Sites. Princeton University Press, Princeton NJ 1976, ISBN 0-691-03542-3.
  • Camillo Praschniker, Max Theuer u. a.: Das Mausoleum von Belevi. (= Forschungen in Ephesos). Österreichisches Archäologisches Institut, Wien 1979, ISBN 3-900305-08-0.
  • Reinhard Heinz: Das Mausoleum von Belevi – Bauforschung (= Forschungen in Ephesos. Bd. 6/1). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2016, ISBN 978-3-7001-7528-5.
  • Peter Ruggendorfer: Das Mausoleum von Belevi – Archäologische Untersuchungen zu Chronologie, Ausstattung und Stiftung (= Forschungen in Ephesos. Bd. 6/2). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2016, ISBN 978-3-7001-7758-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfram Hoepfner: Zum Mausoleum von Belevi. In: Archäologischer Anzeiger. 1993, S. 111–123.
  2. Jona Lendering: Belevi Mausoleum. In: Livius.org (englisch)
  3. Gürcan Polat: War der persische Satrap Autophradates von Sardeis der ursprüngliche Grabherr des Mausoleums in Belevi? In: Epigraphica Anatolica. 38, 2005, S. 57-72 (PDF).
  4. Josef Keil: Der Grabherr des Mausoleums von Belevi. In: Anzeiger der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-historische Klasse. 86, 1949, S. 51–60.
  5. Sándor Kasper: Der Tumulus von Belevi. In: Archäologischer Anzeiger. 1975, S. 223–223.