Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945
Die Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945[1] war eine staatliche Auszeichnung der DDR.
Stiftung und Verleihungsvoraussetzungen
Die Medaille wurde am 22. Februar 1958 vom Ministerrats der DDR gestiftet. Ausgezeichnet wurden Beteiligte des Widerstandskampfes gegen den Nationalsozialismus, beispielsweise ehemalige Häftlinge in Gefängnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern und politische Emigranten sowie Angehörige der Internationalen Brigaden. Die Medaille wurde nur einmalig und nur an Einzelpersonen verliehen. Zu ihrer Verleihung, die durch den Vorsitzenden des Ministerrats erfolgte, gehörte eine Urkunde. Die Medaille wurde auf der linken oberen Brust getragen.
Die Vorderseite zeigt eine Abbildung von Wilhelm Liebknecht und Ernst Thälmann und die kreisförmige Umschrift „Kämpfer gegen Faschismus“, auf der Rückseite sind das Staatswappen der DDR und die kreisförmige Aufschrift „Vorwärts und nicht vergessen 1933“ abgebildet. Die Medaille ist versilbert, hat einen Durchmesser von 32 mm und befindet sich an einer rechteckigen Spange, die 1958 28 mm, ab 1959 24 mm breit ist. In das Spangenband ist ein 7,5 mm hoher schwarz-rot-goldener Balken in waagerechter Positionierung eingewebt.
Alle Träger der Medaille erhielten seit 1964 ein jährliches Ehrengeld von 600 Mark.
Bekannte Träger (unvollständig)
- 1958: Hermann Axen
- 1958: Peter Florin
- 1958: Paul Fröhlich
- 1958: Greta Kuckhoff
- 1958: Karl Raddatz
- 1958: Heinrich Rau
- 1965: Aleksander Kulisiewicz
- 1967: Edith Braemer, Prof. für Neuere und Neueste Literatur an der Universität Leipzig
- 1971: Doris Wetterhahn
- 1958: Paul Schwertz
- Jahr der Verleihung unbekannt: Hedwig Voegt (1903–1988)
Quelle
- Günter Tautz: Orden und Medaillen. Staatliche Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1983