Meekopinna

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Meekopinna
Zeitliches Auftreten
Pennsylvanium bis Guadalupium
298,9 bis 259,9 Mio. Jahre
Fundorte

USA, Brasilien

Systematik
Unterklasse: Autolamellibranchiata
Teilklasse: Pteriomorphia
Ordnung: Ostreida
Überfamilie: Pinnoidea
Familie: Steckmuscheln (Pinnidae)
Gattung: Meekopinna
Wissenschaftlicher Name
Meekopinna
Yancey, 1978

Meekopinna ist eine ausgestorbene Muschel-Gattung der Familie der Steckmuscheln (Pinnidae) aus der Ordnung der Ostreida. Die drei Arten der Gattung sind auf das Pennsylvanium und Unterperm beschränkt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Meekopinna ist durch kleine, eher längliche und schmale Gehäuse charakterisiert. Der Gehäusewinkel beträgt nur etwa 15°, die Länge etwa 10 Zentimeter. Sie sind nur mäßig aufgebläht. Der Schlossrand ist auf beiden Klappen durch Schalenmaterial verdickt. Die Wirbel liegen nahe dem vorderen Ende, aber nicht endständig.

Die Schale ist dünn. Die Oberfläche des Gehäuses weist eng in regelmäßigen Abständen stehende Anwachsstreifen auf. Die Anwachslinien verlaufen fast parallel zum Ventralrand, biegen dann zum Hinterende um und sind dann gerade oder leicht konvex gebogen. Sie treffen dann nahezu senkrecht auf den Schlossrand.

Ähnliche Gattungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei paläozoischen Gattungen Aviculopinna Meek, 1867, Meekopinna Yancey, 1973 und Pteronites M'Coy, 1844 unterscheiden sich von Atrina Gray, 1842 und Pinna Linné, 1768 durch die Wirbel, die bei den drei erstgenannten Gattungen noch deutlich vom spitzen, vorderen (unteren) Ende entfernt sind. Außerdem sind die drei erst genannten Gattungen deutlich schmaler mit kleineren Gehäusewinkel (um 15°).

Geographische Verbreitung und stratigraphische Reichweite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung ist bisher aus der Conemaugh-Gruppe (Pennsylvanium) und aus der permischen Loray-Formation (Arcturus Group, Leonardian ungef. Kungurium), der etwas jüngeren Kaibab-Formation (ebenfalls Leonardian), der Tosi-Formation und der Ervay-Formation (beide Guadalupium) der südlichen USA bekannt. Anelli et al. (2006) fanden sie auch in der Piauí-Formation (Pennsylvanium) des Parnaíba-Beckens in Brasilien.[1]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung wurde 1973 von Thomas Yancey aufgestellt. Typusart ist Aviculopinna amaricana Meek, 1867. Hoare und Sturgeon sowie Hoare et al. (1979) zogen die Gattung wieder ein und stellten sie in die Synonymie von Pteronites M'Coy in Griffith, 1844.[2][3] Anelli et al. (2006) führen die Gattung wieder als eigenständig, betonen jedoch die Notwendigkeit einer umfassenden Revision.[1] Waller und Stanley (2005)[4] sowie Lucas et al. (2013) behandeln Meekopinna ebenfalls als eigenständige Gattung.[5] Drei Arten werden zur Gattung gestellt:

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas E. Yancey: Brachiopods and mollusca of the Lower Permian Arcturus Group, Nevada and Utah, Part 1: brachiopods, scaphopods, rostroconchs, and bivalves. Bulletins of American Paleontology, 74(303): 257-367, 1978 Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 338/9)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Luiz E. Anelli, A. C. Rocha-Campos, Marcello G. Simões: Pennsylvanian Pteriomorphian Bivalves from the Piauí Formation, Parnaíba Basin, Brazil. Journal of Paleontology, 80(6): 1125-1141, 2006 Abstract bei JSTOR
  2. Richard D. Hoare, M. T. Sturgeon: Pteronites americana (Meek) from the Brush Creek (Conemaugh), southeastern Ohio. The Compass, 49: 61-64, 1972. (nicht gesehen)
  3. Richard D. Hoare, M. T. Surgeon, E. A. Kindt: Pennsylvanian marine Bivalvia and Rostroconchia of Ohio. Geological Survey of Ohio Bulletin, 67: 1-77, 1979.
  4. Thomas R. Waller, George D. Stanley: Middle Triassic Pteriomorphian Bivalvia (Mollusca) from the New Pass Range, West-Central Nevada: Systematics, Biostratigraphy, Paleoecology, and Paleobiogeography. Journal of Paleontology Memoir, 61: 1-64, 2005, JSTOR 4095819
  5. Spencer G. Lucas, James E. Barrick, Karl Krainer, Jörg W. Schneider: The Carboniferous-Permian boundary at Carrizo Arroyo, Central New Mexico, USA. Bulletin - New Mexico Museum of Natural History and Science, 25: 153- 170, 2013 PDF
  6. Hanns Bruno Geinitz: Carbonformation und Dyas in Nebraska. 91 S., Dresden, E. Blochmann 1866 Online bei www.biodiversitylibrary.orgTaf.2
  7. Fielding Bradford Meek: Note by F. B. Meek to his review of Prof. Genitz in regard to Nebraska fossils. American Journal of Science, 2. series, 44: 282-283, 1867 Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 283)
  8. H. Chronic: Molluscan fauna from the Permian Kaibab Formation, Walnut Canyon, Arizona. Geological Society of America, Bulletin, 63(2): 95-166, 1952.
  9. Amos Henry Worthen: Geology and Palaeontology. Geological Survey of Illinois, Volume VI, 531 S., 1875 Online bei www.archive.org (S. 524)