Mehrkanalfähigkeit

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Mehrkanalfähigkeit (engl. multichannel) ist im Audio-Bereich die Fähigkeit eines Audiodatenformates oder Audiosystemes, mehrere Kanäle zu speichern bzw. zu verarbeiten, oder bezeichnet gelegentlich auch beispielsweise bei Audio-Software die Fähigkeit, mit mehreren Tonspuren arbeiten können. Im Bereich der Funktechnik kann es Systeme bezeichnen, die auf mehreren Frequenzen bzw. Kanälen gleichzeitig arbeiten können.

Die häufigsten Mehrkanal-Konfigurationen in ersterem Sinne sind 5.1 (fünf Hauptkanäle: vorn Mitte, vorn rechts, vorn links, hinten rechts, hinten links und ein Basskanal) sowie 6.1 (die fünf Kanäle von 5.1 + hinten Mitte).

Waren Mehrkanaltonsysteme früher nur in Kinos anzutreffen, haben sie seit der Einführung der DVD auch im privaten Umfeld Einzug gehalten. Die beiden Konkurrenten um die Nachfolge der CD, DVD-Audio und SACD, sowie die potentiellen DVD-Nachfolgerformte HD-DVD und Blu-ray Disc unterstützen ebenfalls Mehrkanalaudio.

Einige Dateiformate, die Mehrkanalton bieten: AAC, (Ogg)Vorbis, WMA Pro, AC3, DTS, FLAC und WavPack.

Es existiert kein einheitlicher Standard, wie die einzelnen Tonspuren den Lautsprechern zugeordnet werden, und jeder Hersteller (Microsoft, Dolby, MPEG, Xiph …) verwendet seine eigene Methode oder kopiert eine existierende.

Mehrkanalaufnahmen werden häufig als „Surround“ bezeichnet.

weitere Bedeutungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine mehrkanalige CNC-Steuerung kann gleichzeitig verschiedene Programme abarbeiten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Enders: Das Homerecording Handbuch. 3. Auflage, Carstensen Verlag, München, 2003, ISBN 3-910098-25-8
  • Thomas Görne: Tontechnik. 1. Auflage, Carl Hanser Verlag, Leipzig, 2006, ISBN 3-446-40198-9

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]