Mäxchen

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Mäxchen

Mäxchen auch Mäx(le) und Meier(n) sowie in diversen Schreibvariationen oft in Verbindung mit Lügen- Schwindel- oder Schumel- aber auch Mexican, Mexico, Meterpeter, Mäxchen Meier, Lügen, Lügenpaschen, Riegen, Einundzwanzig u.ä. bekannt, ist ein bekanntes Würfelspiel.

Überblick[Bearbeiten]

Mäxchen kann mit einer beliebigen Anzahl an Mitspielern gespielt werden und wird gern als Trinkspiel verwendet. Es wurde unter anderem durch den Film Werner – Gekotzt wird später! populär, da die Protagonisten während der Handlung des Öfteren „meiern“. Das Spiel erschien auch Anfang der 1990er Jahre bei Fun Connection als kommerzielle Variante in Form einer Bierdose unter dem Namen Fun Can mit der Spielanleitung auf der Dose und einem Sichtfenster für die Würfel[1] und als Affengeil mit bananenförmigen Würfeln bei MB. Als eine Adaption der Spielidee kann man Bluff von 1986 betrachten.

Grundlegende Spielregeln[Bearbeiten]

Gespielt wird mit zwei Würfeln, einem Würfelbecher und praktischerweise einem Untersetzer. Gewürfelt wird reihum. Der Würfelnde kann den Würfelbecher ankippen und seinen Wurf verdeckt ansehen. Dabei sagt er den Wert des Wurfes an - hier darf er frei lügen, so er möchte. Wenn er die Runde nicht begonnen hat, muss der angesagte Wert höher sein, als der des Vorspielers. Anschließend reicht er die, vom Becher verdeckten, Würfel an den nächsten Spieler weiter. Dieser hat nun die Wahl:

  • Glaubt er seinen Vorspieler, dann muss er auch hoffen dessen Ergebnis übertrumpfen zu können und würfelt seinerseits ohne den wahren Wert der Würfel zu überprüfen. Egal was er würfelt, der Wert den er für seinen nachfolgenden Spieler ansagt muss höher sein, notfalls muss er lügen.
  • Andererseits glaubt er ihn nicht und bezichtigt seinen Vorspieler der Lüge. Dann wird der Becher für alle sichtbar gehoben. War der angesagten Wert höher als der reale Wert der Würfel wird der vorherige Spieler bestraft, stimmt die Aussage oder ist es andersherum wird er selbst bestraft – meist mit Punktabzug.

Die Runde endet, wenn einer seinen Vorspieler der Lüge bezichtigt oder wenn keine Wertsteigerung mehr möglich ist. Die neue Runde beginnt mit dem Gewinner der letzten Runde.

Oft erhält zu Beginn des Spiels jeder Spieler ein Konto von zum Beispiel 10 Punkten. Nach jeder Runde wird dem Verlierer ein Punkt davon abgezogen. Gewonnen hat am Ende der, der noch Punkte auf sein Konto hat.

die Werte[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Wurfwerte zu ermitteln, so gut wie nie werden die Augen beider Würfel einfach so zusammen gezählt. Klassisch wird der Wert des höherwertigen Würfels als Zehnerstelle, der des niederwertigen als Einerstelle interpretiert. Damit ergibt sich die Reihenfolge: (21), 31, 32, 41, 42, 43, 51, 52, 53, 54, 61, 62, 63, 64, 65, Gesprochen wird Einunddreißig, Zweiunddreißig usw. Dem folgen die Paschwürfe, also zwei gleiche Zahlen mit Einer-Pasch bis Sechser-Pasch. Meist steht die Einundzwanzig (21) am Ende der Reihe - ist also der höchste Wert - und wird Mäxchen oder ähnlich bezeichnet.

Es wird manchmal auch mit zwei unterschiedlich farbigen Würfeln gespielt, dann kann der eine immer die Zehner und der andere immer die Einer darstellen, bis auf eine längere Wertereihe und eine gleichmäßigere Häufigkeitsverteilung gibt es keine Unterschiede.

Variationen[Bearbeiten]

Für dieses Spiel gibt es mindestens zwei Dutzend Namen. Da es keine festen Regeln gibt, existieren entsprechend viele kleine Abwandlungen. In folgenden sind einige aufgeführt, die einzeln oder kombiniert öfter Verwendung finden:

  • Die 42 ist nicht eingereiht, sondern folgt der 21 und stellt damit den höchstmöglichen Wurf dar. Sie wird dann „Doppelmeier“ oder „Doppelmäxchen“ bzw. „Hamburger!“ genannt.
  • Glaubt man seinen Vorspieler darf man sich dessen Wurf ansehen, einen höheren Wert erwürfeln – bzw. ansagen - muss man aber dennoch.
  • Glaubt man, dass sein Vorgeänger einen höheren Wurf würfelte als dieser angesagt hat, kann man auch ohne zu würfeln, einen höheren Wert ansagen und die Würfel weiterreichen.
  • Das Mäxchen kann mit einem vorher Definierten Wert übertrumpft werden (z.B. 31), die Reihe beginnt so von neuen.
  • Auch ein gleich hoher Wert, wie der angesagte Wert des Vorspielers gilt als höher.
  • Die Paschwürfe werden eingereiht und entsprechend als elf oder zweiundzwanzig gelesen.
  • Die neue Runde beginnt der Verlierer.
  • Jeder fallengelassene Würfel wird mit einem Minuspunkt bestraft.
  • Wenn nach dem Würfeln die Würfel aufeinander stehen, wird dies als „Riedo“ bezeichnet und muss direkt aufgedeckt werden. Danach gibt es für alle einen Minuspunkt.
  • Diverse Zusatzregeln und Schikanen für Verlier und besondere Werte wie Richtungswechsel und Straftrinken, die, wenn falsch ausgeführt, wieder bestraft werden können.

Siehe auch[Bearbeiten]

ein anderes Würfelspiel, für das regional zum Teil ähnliche bis gleiche Namen gebräuchlich sind, wird im Artikel Schocken beschrieben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fun Can auf spiele-check.de, abgerufen am 17. Juli 2011.