Mensinger Schlucht

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Koordinaten: 52° 17′ 11″ N, 8° 37′ 24″ O Die Mensinger Schlucht ist ein schroffer Taleinschnitt im Wiehengebirge auf dem Gebiet der Stadt Lübbecke im Kreis Minden-Lübbecke. Die Mensinger Schlucht beginnt am Osthang des Wurzelbrinks und zieht sich von da an Richtung Norden in einem Bogen bis zur Bundesstraße 239 hin. Die Schlucht ist rund 800 Meter lang. Die Talsohle liegt im oberen Teil bei rund 210 m ü. NN und fällt bis zum Talende auf 150 m ü. NN ab. Am Talende liegt die Quelle der Ronceva. In der Schlucht selbst, obschon durch erodierende Einflüsse entstanden, fließt kein permanenter Bach - nur bei stärkeren Regenfällen ist hier am "Oberlauf der Ronceva" sozusagen, ein Wasserfluss existent. Die Talsohle selbst ist teilweise unwegsam, unmittelbar östlich derer verläuft indes ein Forstweg, so dass die Schlucht in rund 15 Minuten durchwandert werden kann. Die Mensinger Schlucht ist durchweg bewaldet. Bei der Mensinger Schlucht handelt es sich um ein typisches Beispiel einer Siepe, also eines schmalen, feuchten, schluchtartigen, mittelgebirglichen Kerbtals mit Quellbach. (Im ostwestfälischen Ravensberger Land und in Lipperland heißen solche Geländeformen Siek). Die Quellbäche im Tal sind dabei nicht unbedingt ganzjährig wasserführend, wie dies bei der Mensiger Schlucht wie beschrieben der Fall ist, jedoch ist der Bach ursächlich für die Entstehung des Kerbtals. Dabei muss allerdings bei der Geländeformung berücksichtigt werden, dass in der Nacheiszeit die abfließenden Wassermengen in den Mittelgebirgen, also auch im Wiehengebirge, größer waren, so dass sich die Bäche stärker als heute in das Gelände einschneiden konnten. Dies ist der Grund dafür, dass die Mensiger Schlucht trotz des gegenwärtige eher marginalen Wasserflusses am Schluchtboden derart ausgeprägt ist.