Metronome Quintett

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Metronome Quintett bzw. Quartett
Allgemeine Informationen
Genre(s) Mainstream Jazz
Gründung 1953
Auflösung 2013[1]
Gründungsmitglieder
Ueli Staub
Martin Hugelshofer
Letzte Besetzung
Richard Lipiec ab 1996
Vibraphon
Ueli Staub
Piano
Martin Hugelshofer
Jimmy Wettach ab 2008
Rolf Bänninger ab 1964
Ehemalige Mitglieder
Kontrabass
Felix Rogner 1956–1994
Bruno Spoerri 1957–1975
Klarinette, Bassklarinette
Ruedi Fischer 1975–1982
Tenorsaxophon
Ernst Gerber 1982–1996
Kontrabass
Karl Theodor Geier 1994–2003
Bass
Vinzenz Kummer 2004–2008

Das Metronom Quintett war eine Schweizer Band des Mainstream Jazz, die 1953 zunächst als Metronom Quartett gegründet wurde. Das ursprüngliche Quartett war von seiner Besetzung her mit dem Modern Jazz Quartet verwandt; klangbestimmend war das Zusammenspiel der beiden Gründer, Vibraphonist Ueli Staub und Pianist Martin Hugelshofer.[2] Allerdings waren in der Gruppe auch Stilelemente George Shearings zu erkennen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1954 trat die Gruppe, die lange Jahre eine Amateurband war, bis 1958 regelmäßig auf dem Zürcher Jazzfestival auf, wo sie 1961 mit einem ersten Platz ausgezeichnet wurde. Auch zwischen 1962 und 1966 wurde das Quintett immer wieder auf das Festival eingeladen, um nun „außer Konkurrenz“ zu spielen. 1956 initiierte die Band im Zürcher Tearoom Wellenberg wöchentliche Jazzabende, wo sie selbst bis zur behördlichen Schließung 1957 immer wieder auftraten und sich auch erstmals mit Bruno Spoerri zum Quintett erweiterten. Die Gruppe war seit 1957 in Europa auf Tournee, 1970 war sie anlässlich der Expo von Osaka auf Japan-Tournee.

Seit 1979 hat das Quintett sich auch an Jazz und Lyrik-Projekten beteiligt, bis 2002 mit Gert Westphal, danach mit dem Schauspieler Helmut Vogel.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Swinging Mahagonny (1967)
  • At the Zoo (1969)
  • At the Expo (1970)
  • 20 Jahre Metronome Quintett (1954–1973)
  • Just Friends (1978)
  • More Friends (1979)
  • Jazz und Lyrik – Ringeljazz (1982, mit Gert Westphal)
  • Jazz con pasta (1991)
  • Kling hinaus ins Weite – Jazz und Lyrik, Vol.2 (1993, mit Gert Westphal)
  • ‘S Wonderful (2002)
  • The Metronome Story – 50 Jahre Jazz (1959–2002)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno Spoerri, Jazz in der Schweiz. Geschichte und Geschichten Chronos-Verlag, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0739-6

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Badische Zeitung: ...älteste Schweizer Jazzformation, hat sich leider aufgelöst
  2. Hugelshofer (* 13. Juli 1933 in Zürich) hatte als Schüler klassischen Klavierunterricht, bevor er als Maturand die Band mit Staub gründete. Nach dem betriebswirtschaftlichen Studium in St. Gallen arbeitete er zunächst als Direktionssekretär bei einer Werbeorganisation, dann als Direktor einer internationalen Reiseorganisation. Zuletzt war er bis zur Pensionierung Verbandsekretär.
  3. Bruno Spoerri, Jazz in der Schweiz. Geschichte und Geschichten Zürich 2005, S. 108