Meuterei in Velur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Meuterei in Velur im Jahre 1806 war ein Aufstand indischer Sepoy gegen ihre britischen Oberbefehlshaber. Er gilt als einer der heftigsten Meutereien vor dem Indischen Aufstand von 1857.

Die im Süden Indiens gelegene Stadt Velur gehörte mit ihrer Garnison der Präsidentschaft Madras an. Indische Sepoys, die in den Truppen der Britischen Ostindien-Kompanie Dienst taten, durften bis zu diesem Zeitpunkt eine Uniform tragen, die indischer Kleidung weitgehend entsprachen. 1806 sollte dies geändert werden. Sie sollten auf ihren Stirnpunkt und ihren traditionellen Schmuck verzichten und eine Uniform tragen, die stärker an europäische angelehnt war. Die Turbane sollten durch Hüte mit ledernen Kokarden ersetzt werden. Das Tragen solcher Bestandteile verstieß gegen die Gebote des hinduistischen Glaubens.

Der Befehl löste unter den indischen Sepoys eine Meuterei aus, bei dem 129 Europäer und loyal gebliebene Sepoys erschossen wurden. Während des Aufstands kamen 350 der meuternden Soldaten um. Weitere 19 wurden anschließend hingerichtet. Die Veränderung der Uniform wurde rückgängig gemacht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrew Ward: Our bones are scattered - The Cawnpore massacres and the Indian mutiny of 1857, John Murray Publishers, London 2004, ISBN 0-7195-6410-7