Michael Brand

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Politiker Michael Brand. Michael Brand ist auch der deutsche Name des ungarischen Komponisten Mihály Mosonyi.
Michael Brand (2013)

Michael Brand (* 19. November 1973 in Fulda) ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1994 an der Winfriedschule Fulda leistete Brand seinen Wehrdienst ab und begann 1995 ein Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, welches er 2001 als Magister Artium (M.A.) beendete. Während seines Studiums arbeitete er von 1995 bis 2000 am European Balkan Institute in Bonn und verbrachte von 1997 bis 1998 auch ein Auslandsstudium in Sarajevo, wo er 1998 u. a. als Wahlbeobachter der OSZE eingesetzt war. In Bonn trat Brand auch dem wissenschaftlichen katholischen Studentenverein Unitas-Salia bei. Nach dem Abschluss seines Studiums war Brand bis 2005 Pressesprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag sowie des CDU-Landesverbandes Hessen.

Michael Brand ist seit 2004 verheiratet und hat drei Kinder.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Brand in Dadaab, Kenia

Brand trat als Schüler 1988 in die Junge Union (JU) und 1993 auch in die CDU ein. Brand gehörte von 1991 bis 1996 dem Vorstand des JU-Kreisverbandes Fulda an und war von 1992 bis 1996 stellvertretender Kreisvorsitzender. Von 2000 bis 2001 war Brand Pressesprecher der JU Deutschlands.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 ist Brand als direkt gewählter Abgeordneter Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss[1] und Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe[2], stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe Bosnien und Herzegowina,[3] ordentliches Mitglied im Unterausschuss „Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit“ und stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss.

Bei der Bundestagswahl 2005 erhielt Brand im Bundestagswahlkreis Fulda 39,1 % der Erststimmen und zog damit als direkt gewählter MdB in den Bundestag ein.[4] Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt Brand 49,8 Prozent der Erststimmen[5] und bei der Bundestagswahl 2013 58,3 Prozent.[6]

Für die Reise einer Bundestagsdelegation in die Volksrepublik China (VRC) Ende Mai 2016, die Brand als Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Menschenrechte leiten sollte, verweigerte die VRC ihm die Einreise. Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages verurteilte das Einreise-Verbot gegen Brand und die wiederholten Versuche des chinesischen Botschafters sowie von Vertretern des chinesischen Volkskongresses, auf den Terminkalender und Auftritte bei Veranstaltungen sowie Veröffentlichungen von Brand zum Thema Menschenrechte in Tibet Einfluss zu nehmen.[7][8] Der Ausschuss erklärte einstimmig, dass ausschließlich der Bundestag über die Zusammenstellung einer Delegation beschließe. Die Versuche durch offizielle chinesische Vertreter, Einfluss auf die Planungen und Auftritte sowie Veröffentlichungen von Brand zum Thema Menschenrechte in Tibet Einfluss zu nehmen, wurden in einer von allen Fraktionen verabschiedeten Erklärung verurteilt.[7][9]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Herausgeber: Sterbehilfe oder Sterbebegleitung?: Die Debatte. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2015, ISBN 978-3-451-30623-5.
  • Raus aus Daytonistan – Europa muss seine Doppelbödigkeit beenden. In: Bosnien im Fokus. Die zweite politische Herausforderung des Christian Schwarz-Schilling. Verlag Hans Schiler, Berlin/ Tübingen 2010, ISBN 978-3-89930-266-0, S. 379ff.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitglieder des Verteidigungsausschusses Deutscher Bundestag, online, abgerufen am 18. September 2014.
  2. Brand, Michael. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 21. April 2016.
  3. Vorstände der Parlamentariergruppen in der 18. Wahlperiode
  4. Bei der Bundestagswahl 2002 war Martin Hohmann gewählt worden; Hohmann war im November 2003 aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausgeschlossen worden.
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Wahl zum 17. Deutschen Bundestag am 27. September 2009 – Wahlkreis 175 Fulda
  6. Wahlkreisergebnis: Bundesland Hessen – Wahlkreis 174 – Fulda. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2013. bundeswahlleiter.de, abgerufen am 18. Februar 2016.
  7. a b Deutscher Bundestag: Erklärung des Ausschusses zum Einreiseverbot Chinas gegen den Ausschussvorsitzenden vom 11. Mai 2016. 11. Mai 2016, abgerufen am 19. Mai 2016.
  8. IGFM: IGFM fordert Merkel auf, Rückgrat gegenüber China zu zeigen. 12. Mai 2016, abgerufen am 19. Mai 2016.
  9. FAZ.net: Atmosphärische Störungen
  10. Vorstand. In: Hospiz-Förderverein Fulda. Abgerufen am 18. Februar 2016.