Michael Hug

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Michael Hug 2014

Michael Hug (* 30. Juni 1959 in Flawil) ist ein Schweizer Reisereporter, Buchautor und Blogger. Er gab von 2003 bis 2008 die Reise- und Kulturzeitschrift Zeigerzine heraus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Hug wurde in der Ostschweiz als Sohn eines Schweizers und einer Österreicherin geboren. Er lernte einen technischen Beruf, wirkte bis zum Alter von 41 Jahren als Dienstleistungsbauer im Maschinenbau und arbeitete in der Funktion weltweit. 1999 in Moskau gab er seinen Beruf auf und ist seit 2000 als Autodidakt freier Journalist mit Schwerpunkt Reisen und Kultur. Er schreibt für Schweizer und österreichische Druckerzeugnisse. Von 2003 bis 2008 gab er die Reise- und Kulturzeitschrift Zeigerzine heraus als Plattform für regionale Autoren. In Flawil unterhielt er mit dem Zeighaus Dorfkunst eine Galerie für regionale bildende Künstler.[1][2] Er war zu der Zeit alleinerziehender Vater von drei Kindern.[3]

In einer persönlichen Krise 2009 ging er auf Reisen, besuchte zuerst das Kloster Simonos Petras am Berg Athos. 2014 veröffentlichte er sein Buch Mediterranea, den ersten Band einer geplanten erzählenden Reisereportagenserie, in dem er sich auch mit seiner „Mitte-Lebens-Krise“ auseinandersetzt.[4]

Über Mediterranea befand das St. Galler Tagblatt: „Michael Hug schreibt süffig, wechselt gern Stil und Ton. Da tauchen Mundartwörter auf wie dellinomol oder kreative wie bebartete Mönche oder hellgesehene Wasserader oder Sperrangeloffenheit.“ Und es gelängen ihm „starke Bilder“.[4] Nach dem zweiten Band Tre Vulcani, bei dem er sich an den Produktionskosten beteiligen musste, schrieb das Tagblatt: „Wenn er beim Reisen schreibt, verschwinden journalistische Authentizität und Faktentreue unter einem Jackett von pointierter, wuchtiger und oft ironischer Erzählkunst.“[5] Mit Lesungen, Bildern und Musik baute Hug das Bühnenprogramm Grips, Trips, Show & Tell auf.[6][7][8]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 erhielt Michael Hug den Ostschweizer Medienpreis für seine Reportage von den Orkney-Inseln mit dem Titel die regel ist: no rules! das ba'game, ein männerspiel über das Ba'Game, eine Art chaotisches Rugby, das einmal im Jahr in den Gassen von Kirkwall gespielt wird. Der Artikel war 2007 in Zeigerzine erschienen.[9]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Zeigerzine Dorfkunst» fasst Fuss, Appenzeller Zeitung, 12. Februar 2004, aktualisiert am 18. November 2008
  2. Schräge Bräuche in Zeigerzine No 19, Tagblatt, 21. August 2008
  3. "Jede Reise beginnt im Kopf", Toggenburger Zeitung, 18. Dezember 2014
  4. a b Dieter Langhardt: Wenn einer lauter Reisen tut, Tagblatt, 18. September 2014
  5. Michael Hug liest aus neuem Buch, Tagblatt Online, 17. April 2015
  6. «Mediterranea» folgen «Tre Vulcani» und eine Show, Toggenburger Tagblatt, 4. September 2015
  7. «Ich wollte über den Gotthard», Thurgauer Zeitung, 21. Januar 2016
  8. Reisegeschichten von Michael Hug, Tablatt, 14. Januar 2016
  9. Gespür fürs Deftige im Leben. Der Toggenburger Journalist Michael Hug erhält für seine Reisereportage «die regel ist: no rules» den Ostschweizer Medienpreis, Thurgauer Zeitung, 5. Juni 2008