Misch Da Leiden

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Misch Da Leiden (Geburtsname Michel Daleiden, * 1948 in Luxemburg (Stadt)), ist ein in Düsseldorf lebender und arbeitender luxemburgischer Maler und Serigrafist.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968 war seine erste Galerie-Ausstellung in der Ausnahme Galerie Horn in Luxemburg Stadt. 1969–1970 belegte er in Brüssel an der Kunstakademie La cambre bei Delahaut den Studiengang Monumentale Malerei.

1969 erhielt er den Förderpreis der „IV. Biennale des Jeunes“ in Esch/Alzette (Luxemburg), 1971 den 2. Preis der „V. Biennale des Jeunes“. Ebenfalls 1969 lernte er die Künstlergruppe "Arbeitsgruppe Kunst" kennen, namentlich die Künstler Marc Henri Reckinger, René Wiroth, Berthe Lutgen, mit denen er die Aufsehen erregende Ausstellung und das Event „Initiative 69“ bestritt. Mit der Nachfolge Gruppe "GRAP" (Groupe de Recherche d’Art Politique) griff er 1972 in Kassel und Düsseldorf im Kontext der documenta 5 mit einer kritischen Broschüre zum Dokumentarthema Realismus in die öffentliche Diskussion ein.

Von 1970 bis 1974 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf. Als Abschlussarbeit malte er die Bilderfolge „Polaroidbilder“, die sich heute im Besitz des Stadtmuseums Düsseldorf befindet.

1975 wurde Misch Da Leiden zum Meisterschüler von Weber ernannt. 1979 war er Mitbegründer des Atelierhauses Postr., wo er eine Serigraphie Werkstatt aufbaute. 1989 bezog er das Atelier in der Konkordiastr. Düsseldorf.

Sein Werk lässt sich in folgende Perioden unterteilen: mit dem Bild „Betrieb II“ fing 1980 eine experimentelle Phase an, 1986 abgelöst von der neuen Periode der Reliefbilder, deren Anfang das Reliefbild „Sportler“ war. Mit dem Werk „Airport“ fing 1994 sein Personalstil an. Seit 2006 intensiviert sich seine Auseinandersetzung mit der elektronischen Bildverarbeitung.

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: "Bildwuchs" Stadtmuseum Düsseldorf
  • 1987: "Vorbild – Nachbild" Deltagal Düsseldorf
  • 1989: "Entfernte Kollegen" Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
  • 1989: "Schätzchen auf Halde" Kunstverein Hattingen
  • 1992: "Reliefbilder" Kunstverein Jülich
  • 1993: "Stück Werke" Bildungsinstitut H. Hansen, Lage-Hörste
  • 1996: "Bruch Stücke" Galerie Niepel, Düsseldorf
  • 1999: "Schnelle Schnitte" Galerie Niepel, Düsseldorf
  • 2006: "Einblicke Durchblicke Ausblicke" Galerie Friedmann-Hahn, Berlin
  • 2007: "Das gute Leben? Das gute Leben!" Galerie Claudius, Hamburg
  • 2012: "Bilder, die fehlten", Galerie Friedmann-Hahn, Berlin +
  • 2013: "Mein E-Malkasten", Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf; mit Katalog
  • 2017 "Kuck Hei",Galerie Schlassgoart Esch-Alzette Luxemburg

Kunstsammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Private Sammlungen

Sammlung Aschman, Luxemburg

Sammlung Modert, Luxemburg

Sammlung Molter Düsseldorf

Sammlung G. W..Lutz, Berlin

Öffentliche Sammlungen und Besitz

Artothek, Düsseldorf

Bundesanstalt für Arbeitsschutz, Dortmund

ENSAAV, Absolventensammlung. Brüssel

Goethe-Gymnasium, Düsseldo

MNHA Musee nalional d' histoire et d'art

Stadtmuseum, Düsseldorf Luxemburg

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werknotizen. Texte zu Bilder 1976–2007, MDL 2007.
  • Fragmente zu einer Realismus Ästhetik, MDL
  • Materialien zu Bilder 72 - 07, MDL Künstlerbuch Eigenverlag, Düsseldorf 2007.
  • Gesammelte Texte. MDL 2012.
  • Ausgewählte Autobilder, MDL Künstlerbuch
  • Mit Kamera & Skizzenblock. Ausgewählte Reisebilder, Künstlerbuch 2011.
  • Inkjet Unikate, MDL Künstlerbuch, work in progress
  • MasterPlanZeichnungen. Ein Skizzenbuch. MDL Künstlerbuch 2010.

Illustrationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wichtige Gedichte, Ferdinand Scholz, Grupello Verlag Düsseldorf, Illustrationen von MDL, ISBN 3-928234-58-7, 1990.
  • W – Versuch einer Befreiung; Entwicklungsausschnitt. Ein Fotoroman von Thomas Billerbeck, Illustrationen von MDL, unveröffentlichtes Typoscript, 1973.
  • 4S, Musik- und CD Produktion von Musikgruppe 4S,Booklet mittige Illustration von MDL, 2013

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Raven: MDL ist ein Klassiker. In: Bilder, die fehlten. Galerie Friedmann-Hahn, Berlin 2012.
  • W. Funken: MDL – Montagen. In: Wolfgang Funken: Kunst an Schulen in Düsseldorf. Verlag Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-926490-14-8.
  • W. Funken: Montage „Entfernte Kollegen“. In: Wolfgang Funken: Kunst an Schulen in Düsseldorf. Verlag Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-926490-14-8.
  • K. Sebastian: Vom Recht auf visuelle Gegenrede. In: Einblicke, Durchblicke, Ausblicke. Grupello Verlag, Düsseldorf 2006.
  • A. Siebeneicker: Zu „Fließband“. In: Die Zweite Schöpfung. Herausgeber Deutsches Historisches Museum, Berlin 2002, ISBN 3-932353-62-5.