Mishkenot Sha’ananim

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Historische Ansicht mit Langhaus und Windmühle 1880
Teddy Park, im Hintergrund die Stadtmauer der Altstadt und Davidszitadelle
Blumfield Garden
House Zionist Foundation (Kulturzentrum)
Blick über den Stadtbezirk zur Mauer von Jerusalem

Mishkenot Sha’ananim (hebräisch משכנות שאננים, lit. Friedliche Wohnstätte) ist ein Stadtviertel der israelischen Stadt Jerusalem. Mishkenot Sha’ananim ist der Ort der ersten Besiedlung Jerusalems außerhalb der Altstadt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mishkenot Sha’ananim liegt auf einem Hügel zwischen dem Berg Zion und der Altstadt von Jerusalem.

Grünanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute befinden sich im Stadtteil neben Wohnhäusern und öffentlichen Einrichtungen auch viele ausgedehnte Parkanlagen wie Mitchell Garden, Zurich Garden und Gan HaPa'amon.

Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Parkanlagen von Mishkenot Sha’ananim findet man zahlreiche Kunstwerke und Denkmale. Die Skulptur Jerusalem als Zentrum der Welt liegt im Teddy Park, direkt unterhalb der Davidszitadelle[1]. Im Blumfield Garden befindet sich das Denkmal Etzioni Flame und die Montefiore Windmill.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osmanische Besatzungszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mishkenot Sha'anim wurde zunächst von Sir Moses Montefiore im Jahr 1860 als Armenhaus errichtet. Die finanziellen Mittel dazu stammten von dem jüdischen Amerikaner Judah Touro (1775–1854), für den dafür täglich von den Bewohnern gebetet werden musste. Der Name des Viertels wurde dem Buch der Bibel Jesaja 32:18 entnommen, indem es heißt: "Mein Volk wird in friedlichen Auen wohnen, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe. " Es wuchs zum ersten jüdischen Viertel des heutigen Jerusalem, das außerhalb der Mauern der Jerusalemer Altstadt errichtet worden war, weswegen es auch „Neuer Jischuw“ genannt wird.[2]

Palästinakrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Palästinakrieg 1948 wurde Mishkenot Sha'ananim aufgrund seiner Nähe zur Waffenstillstandslinie mit Jordanien zum Niemandsland. Nur die ärmsten Bewohner blieben in Slums wohnen.

Sechstagekrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sechstagekrieg wurde die Altstadt von Jerusalem und alle westlich davon gelegenen Gebiete, so auch Mishkenot Sha’ananim, von Israel erobert. Nach dem Sechstagekrieg wurde Mishkenot Sha'ananim 1973 restauriert. Neben einem Gästehaus ist nun ein Kongresszentrum und das Jerusalem Music-Center, das durch Pablo Casals kurz vor dessen Tod eingeweiht wurde, dazu gekommen.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alon Zakaim: David Breuer-Weil's 'The Centre of the World' unveiled
  2. Mishkenot Sha'ananim, jewishvirtuallibrary.org

Koordinaten: 31° 46′ 17″ N, 35° 13′ 28″ O