Montuemhat

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Statue des Montuemhat

Montuemhat war einer der bedeutendsten Beamten am Ende der 25. und Beginn der 26. Dynastie im Alten Ägypten um 660 v. Chr.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montuemhat stammte aus einer einflussreichen Familie. Sein Vater war der Bürgermeister von Theben Nesiptah, seine Mutter Asetenchebt. Seine Großeltern waren Chamhor und Tabetjet. Montuemhat war mit Wedjarenes verheiratet, die wiederum eine Enkelin des nubischen Königs Pije war. Zwei weitere Frauen waren Neschonsu und Schepenmut, die vielleicht schon früh verstarben. Sein Sohn Nesiptah hatte wiederum bedeutende Ämter inne

Amtszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Titel des Montuemhat waren unter anderem Bürgermeister von Theben, Vierter Priester des Amun und Vorsteher von Oberägypten. Es wird vermutet dass er der eigentliche Herrscher in Oberägypten war und wird auch als solcher in den assyrischen Quellen bezeichnet, auch wenn das Land nominell von den Kuschiten der 25. Dynastie unter Taharqa und Tanotamun regiert wurde. Im Jahr 656 v. Chr. wurde Theben von den Assyrern geplündert, doch schaffte es Montuemhat auch in der Folgezeit, seine Position zu behalten, und ist auch noch am Beginn der 26. Dynastie unter Psammetich I. im Amt bezeugt. Um 648 v. Chr. ist er wohl verstorben.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Montuemhat gibt es ausgesprochen viele Denkmäler, zu denen vor allem zahlreiche Statuen zählen. Besonders beeindruckend ist aber sein thebanisches Grab TT34, das sich über diverse Ebenen erstreckt, diverse Hallen und einen offenen Hof hat. Inschriften im Wadi Gasus berichten von mehreren Expeditionen in der Regierungszeit von Psammetich I.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Leclant: Montouemhat, quatrieme prophete d'Amon, prince de la ville (= Bibliothèque d'étude. Band 35). Institut français d'archéologie orientale (IFAO), Kairo 1961.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sayed: Wadi Gasus. In: Kathryn A. Bard, Steven Blake Shubert: Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt. Routledge, London/ New York 1999, ISBN 0-415-18589-0, S. 866.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]