Moritz Nussbaum

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Moritz Nussbaum (* 18. November 1850 in Hörde; † 16. November 1915 in Bonn) war ein jüdisch-deutscher Professor für Anatomie und Biologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moritz Nussbaum war der Sohn von Herz Hirsch Nussbaum und Zerline Lange und hatte vier Brüder und vier Schwestern. Er war mit Ida, geborene Koppel, verheiratet und hatte zwei Söhne, Heinrich und Robert (1892–1941) und eine Tochter, Mathilde Zerline. Diese war mit Otto Konrad Scholl verheiratet, deren Sohn Peter Scholl-Latour war. Moritz Nussbaum war demnach der Großvater von Peter Scholl-Latour.

Er war seit 1875 Assistent am Bonner Anatomischen Institut und wurde dort 1881 außerordentlicher Professor. Er verfasste zahlreiche fachwissenschaftliche Schriften.

Am 24. Februar 1882 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.[1]

Der Förderverein Poppelsdorfer Geschichte in Bonn ehrte ihn an seinem 100. Todestag.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anatomische Studien an Californischen Cirripedien, Max Cohen & Sohn, Bonn 1890[3]
  • Mutationserscheinungen bei Tieren, F. Cohen, Bonn 1906
  • mit George Karsten und Max Weber: Lehrbuch der Biologie für Hochschulen, Wilhelm Engelmann, Leipzig 1911 Digitalisat
  • Entwicklungsgeschichte des menschlichen Auges, Wilhelm Engelmann, Leipzig 1912
  • mit George Karsten und Max Weber: Lehrbuch der Biologie für Hochschulen, 2. Auflage, Wilhelm Engelmann, Leipzig 1914

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Moritz Nussbaum bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 5. Januar 2017.
  2. Kolloquium und Ausstellung zum 100. Todestag Förderverein Poppelsdorfer Geschichte. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  3. Schriften