Mourousis

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Mourousis (Mourousi, Mourousy, Mourouzi, Moruzi, Murusi) war phanariotisches Geschlecht, das den Fürstentitel führte und ausgedehnten Landbesitz in der Moldauregion und der Walachei besaß. Diese Fürstentümer unterstanden der osmanischen Oberhoheit, bevor sie nach ihrem Zusammenschluss im 19. Jahrhundert den rumänischen Staat bildeten.

Fürst Constantin Mourousis (1730–1787) war Gospodar von Moldau, sein Sohn Fürst Alexandru Mourousis (1750–1816) bestieg den Thron des Fürstentums Moldau 1792 und ein Jahr später den des Fürstentums Walachei.

Die Familie stellte eine Reihe von führenden rumänischen Diplomaten, Hof-Würdenträgern und Staatsbeamten. So war die serbische Königin Nathalie (geb. Keschko), Gemahlin von Milan Obrenovic, dem ersten König von Serbien, von mütterlicher Seite her eine Verwandte der Mourousis, auf deren Güter sie sich nach ihrer Verstoßung vorübergehend zurückzog.

Das gegenwärtige Oberhaupt des Hauses, Fürst (Prince) Constantin Mourouzi, lebt in Paris und ist französischer Staatsangehöriger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dionisie Ghermani: Moruzi, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 3. München 1979, S. 238–240