Murasame-Klasse (1994)

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Murasame-Klasse
Die Ariake (DD-109) beim einlaufen in Pearl Harbor
Die Ariake (DD-109) beim einlaufen in Pearl Harbor
Schiffsdaten
Land JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffsart U-Jagdzerstörer
Bauzeitraum 1993 bis 2002
Stapellauf des Typschiffes 28. August 1994
Gebaute Einheiten 9
Dienstzeit Seit 1996
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
151 m (Lüa)
Breite 17,4 m
Tiefgang max. 5,2 m
Verdrängung 4.550 t (leer)
6.100 t (max.)
 
Besatzung 165
Maschinenanlage
Maschine 2 x Kawasaki/Rolls-Royce Spey SM1C und 2 x IHI/GE LM-2500 Gasturbinen
Maschinen-
leistung
60.000 PS (44.130 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
30 kn (56 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Sensoren
  • Radar
    • OPS-20
    • OPS-24
    • OPS-28C
  • Sonar
    • OQS-4A
    • OQR-1 TACTASS

Die Murasame-Klasse (jap. むらさめ型護衛艦, Murasame-gata goeikan) ist eine Klasse von neun U-Jagdzerstörern der japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF).

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Murasame-Klasse ist der Nachfolger der Asagiri-Klasse und löste die Zerstörer der Yamagumo- und Takatsuki-Klasse im Dienst ab. Sie dienen als Eskorte der Aegis-Zerstörer (Kongō- und Atago-Klasse) und der Hubschrauberträger (Hyūga- und Izumo-Klasse) der Selbstverteidigungsstreitkräfte und sollen diese gegen U-Bootangriffe schützen.

Ursprünglich waren vierzehn Einheiten geplant, aber die letzten fünf wurden modifiziert und nach dem Typschiff als Takanami-Klasse in Dienst gestellt.

Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennung Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Heimathafen
DD-101 Murasame (むらさめ) IHI, Tokio 18. August 1993 28. August 1994 12. März 1996 Yokosuka
DD-102 Harusame (はるさめ) Mitsui, Tamano 11. August 1994 16. Oktober 1995 17. März 1997 Yokosuka
DD-103 Yūdachi (ゆうだち) IHI, Uraga 18. März 1996 19. August 1997 4. März 1999 Sasebo
DD-104 Kirisame (きりさめ) MHI, Nagasaki 3. April 1996 21. August 1997 18. März 1999 Sasebo
DD-105 Inazuma (いなづま) MHI, Nagasaki 8. Mai 1997 9. September 1998 15. März 2000 Kure
DD-106 Samidare (さみだれ) IHI, Tokio 11. September 1997 24. September 1998 21. März 2000 Kure
DD-107 Ikazuchi (いかづち) Hitachi, Maizuru 25. Februar 1998 24. Juni 1999 14. März 2001 Yokosuka
DD-108 Akebono (あけぼの) IHI, Tokio 29. Oktober 1999 29. September 2000 19. März 2002 Kure
DD-109 Ariake (ありあけ) MHI, Nagasaki 15. Mai 1999 16. Oktober 2000 6. März 2002 Sasebo

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumpf und Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rumpf eines Zerstörers der Murasame-Klasse ist 151 Meter lang, 17,4 Meter breit und hat bei einer maximalen Verdrängung von 6.100 Tonnen einen Tiefgang von 5,2 Metern. Damit sind sie, was die Verdrängung angeht mit den deutschen Fregatten der Brandenburg-Klasse vergleichbar. Der Antrieb erfolgt durch vier Gasturbinen (COGAG-Antrieb), zwei Kawasaki-Rolls Royce Spey SM1C sowie zwei Ishikawajima Harima-General Electric LM-2500, mit einer Gesamtleistung von 60.000 PS (44.130 kW). Die Leistung wird an zwei Wellen mit je einer Schraube abgegeben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 Knoten (56 km/h).

Bewaffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewaffnung besteht aus einem 76-mm Geschütz in Kaliberlänge 62 von Oto Melara, einem Mk. 41 Vertical Launching System mit 32 Zellen. Dieses verteilt sich auf sechzehn Zellen für Anti-U-Boot-Raketen vom Typ RUM-139 VL-ASROC und sechzehn Zellen für ESSM-Lenkwaffen (mit vier Lenkwaffen pro Zelle). Des Weiteren gibt es durch zwei Vierfachstarter für Typ 90 Seezielflugkörper, zwei Dreifachtorpedorohre vom Typ Mk. 32 SVTT für Mark-46-Leichtgewichtstorpedos und zwei Nahbereichsabwehrsysteme vom Typ Phalanx. Zur U-Bootjagd und weiterer Aufgaben wird ein Hubschrauber des Typs Mitsubishi SH-60 mitgeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Jackson: Zerstörer, Fregatten und Korvetten. Gondrom Verlag GmbH, Bindlach 2001, ISBN 3-8112-1873-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Murasame-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien