Murks

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Murks ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für fachwerklich beurteilte Leistungen (meist handwerklich), die unzureichend bis mangelhaft erfüllt wurden.

Auch Pfusch ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Arbeit einer Person ohne ausreichende Fachkenntnisse beziehungsweise deren Ergebnis, ein fehlerhaftes Produkt, einen Baumangel oder eine miserable, stümperhafte Dienstleistung.

Des Weiteren versteht man unter Pfusch und Murks (im Allgemeinen) auch etwas Misslungenes oder das Gefühl, dass alle Dinge falsch laufen.[1] Der Begriff wird in Sätzen wie „Mein Leben ist ein totaler Murks“ synonym zu „verpfuschtes Leben“ verwendet, oder auch als Verb: „Du hast das total vermurkst/verpfuscht“ ‚Du hast das völlig falsch gemacht‘.

Daneben steht noch die Bedeutung abmurksen ‚umbringen‘ („Jetzt murks ich dich ab!“ ‚Ich bring dich um‘), deren etymologischer Zusammenhang unklar ist.

Regionale Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der auch in Österreich verwendeten gemeindeutschen Bedeutung ist im Pfusch arbeiten als Euphemismus für Schwarzarbeit in Verwendung, also eine Arbeit unter Vermeidung der gesetzlichen Steuern und Abgaben. Dies bezieht sich ausdrücklich auch auf ausgebildete Facharbeiter und gute Qualitätsarbeit und ist nicht mit mangelhafter Arbeit zu verwechseln. Diese Bedeutung ist teilweise auch in Bayern und auf dem Gebiet der ehemaligen DDR[2][3] gebräuchlich.

Eine Redewendung ist das Husch-Pfusch-Verfahren, eine ‚schlampige Notlösung‘,[4] zu huschen ‚schnell laufen‘, aber auch konnotiert zu Huscher in „einen Huscher haben“ ‚einen Dachschaden haben‘.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Murks – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Pfusch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Pfusch – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag verpfuschen – etwas misslingt, Arbeit (unabsichtlich) kaputtmachen, ostarrichi.org
  2. Als man in der DDR noch „pfuschte“ in torgauerzeitung.com
  3. Feierabendbrigaden in der DDR – Staatlich geförderte Schwarzarbeit. auf mdr.de
  4. Husch-Pfusch-Verfahren, ostarrichi.org
  5. hast einen Huscher – hast nicht alle Tassen im Schrank