Myofunktionelle Therapie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die myofunktionelle Therapie (MFT) beinhaltet die therapeutische Überwindung einer muskulären Bewegungs- und Muskelspannungsstörung aufgrund einer funktionellen (nicht organischen) Störung des Muskelgleichgewichts im Mund-/Gesichtsbereich (s.a. Myofunktionelle Störung (orofacial)).

Ziele der Therapie sind:

  • korrekte Zungenruhelage (die Zunge liegt locker am Gaumen und an der Rückseite der Frontzähne an)
  • korrektes Schluckmuster (mit nach hinten gerichteter Schluckbewegung der Zunge)
  • Aufbau des Lippentonus zum Mundschluss ohne Hilfsmuskulatur
  • allgemeine Eutonisierung (Normalspannung) der Gesichtsmuskulatur
  • Abbau einer durch die schlaffe Mund-/Lippenmuskulatur angewöhnte Mundatmung hin zur normalen Nasenatmung.

Es gibt verschiedene Therapiekonzepte, wobei der eigentliche Begriff "myofunktionelle Therapie" durch Daniel Garliner in den 1970er Jahren in den USA geprägt wurde. Im deutschsprachigen Raum hat zum Beispiel die Logopädin Anita Kittel aus Reutlingen das Garliner-Konzept der MFT weiterentwickelt [1].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Garliner: Myofunktionelle Therapie in der Praxis - Gestörtes Schluckverhalten, gestörte Gesichtsmuskulatur und die Folgen - Diagnose, Planung und Durchführung der Behandlung. Thieme, Stuttgart 1989, ISBN 9783830401285.
  • Wolfgang Bigenzahn: Orofaziale Dysfunktionen im Kindesalter - Grundlagen, Klinik, Ätiologie, Diagnostik und Therapie. Forum Logopädie bei Thieme, Stuttgart 2002, ISBN 9783131005922.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A.Kittel, F.Jenatschke: MFT bei Dysfunktion der Zungen-, Kiefer-, Gesichtsmuskulatur. Stimme-Sprache-Gehör, Bd.8. Dez 1984