Namensliste Konsequente Interessenvertretung

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Namensliste Konsequente Interessenvertretung
(KIV)
Kiv logo.jpg
Zweck: parteipolitisch unabhängige Gewerkschaftsarbeit
Vorsitz: Martina Petzl-Bastecky[1]
Gründungsdatum: 1978
Sitz: Wien
Website: http://www.kiv.at/

Die Namensliste Konsequente Interessenvertretung (kurz KIV) ist eine anerkannte, parteiunabhängige Gewerkschaftsfraktion in der Daseinsgewerkschaft younion im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) und seit deren Gründung Mitglied der Unabhängigen GewerkschaftInnen im ÖGB.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KIV wurde im Jahr 1978 durch Alfred Bastecky gegründet und konnte seit den ersten Wahlen 1978 (1 Mandat) immer weiter zulegen.[2] Seit 1990 ist die KIV die zweitstärkste Gruppierung in der Personalvertretung und Gewerkschaft in Wien.[3] Im November 1997 wurde die KIV vom ÖGB als Fraktion anerkannt.[2] Seit Januar 2003 ist die KIV außerdem ein Verein.[4]

Bei den letzten Gewerkschaftswahlen 2014 konnte sich die KIV wienweit 22 Mandate sichern, bei den Personalvertretungswahlen 86 Mandate.[5]

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitraum Vorsitzende der KIV seit Vereinsgründung 2003
2003–2009 Renate Schön[4][6]
seit 29.6.2009 Martina Petzl-Bastecky[6]

Politische Ausrichtung und Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KIV ist eine parteiunabhängige Gewerkschaftsfraktion und tritt bei Gewerkschaftswahlen, Personalvertretungswahlen, Betriebsratswahlen, Behindertenvertrauenspersonenwahlen und seit 2014 auch bei Arbeiterkammer-Wahlen (als Teil der AUGE/UG) an. Ihre politische Ausrichtung kann als links-alternativ bezeichnet werden. Die KIV ist sowohl in Wien als auch in Gemeinden in Oberösterreich, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark und Tirol aktiv. Der mandatsmäßige Schwerpunkt der KIV bleibt momentan jedoch die Gemeinde Wien.[7]

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KIV gibt ihre Grundsätze wie folgt an:[7]

Zu den politischen Zielen und Forderungen der KIV zählen Forderungen im Bereich Gehalt, Gesundheit und Gerechtigkeit, wie die Abschaffung der MitarbeiterInnenbeurteilung, Anhebung des Grundgehaltes, Mitwirkung der Betroffenen an der Besoldungspolitik, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, keine Privatisierung bzw. Ausgliederung öffentlicher Dienstleistungen, gerechte Verteilungspolitik, kein Missbrauch von Krankenständen durch den Dienstgeber, Schluss mit prekären Arbeitsverhältnissen. Zu den weiteren Schwerpunkten und Zielen der KIV zählen Beratung, Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe sowie eine umfassende Demokratisierung des ÖGB, die Stärkung demokratischer Mitwirkungsrechte der Gewerkschaftsmitglieder und eine kritische Auseinandersetzung mit der sozialpartnerschaftlichen Stellvertretungspolitik.[8]

Wahlergebnisse der letzten Gewerkschafts- und Personalvertretungswahlen in Wien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahljahr Stimmen Gewerkschaft Stimmen Personalvertretung
2006 5.034 10.945[9]
2010 4.374 11.232[9]
2014 3.839 9.467[9]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Bastecky: Die Unabhängigen im ÖGB: Vielfalt ist nicht die Mehrzahl von Einfalt. In: Politik und Zeitgeschehen. Band 3/2009; Verlag des ÖGB GmbH: Wien. (Link zum Skript, 931 KB)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug aus dem Vereinsregister vom 21. Oktober 2013, eingesehen am 4. März 2014.
  2. a b kiv.at abgerufen am 4. März 2014.
  3. Alfred Bastecky: Die Unabhängigen im ÖGB: Vielfalt ist nicht die Mehrzahl von Einfalt. In: Politik und Zeitgeschehen. Band 3/2009; Verlag des ÖGB GmbH: Wien. (Link zum Skript, 931 kB)
  4. a b Auszug aus dem Vereinsregister vom 28. Januar 2003, eingesehen am 4. März 2014.
  5. Wahlergebnisse der GW- und PV-Wahlen Wien 2014, eingesehen am 17. Mai 2014.
  6. a b Auszug aus dem Vereinsregister vom 13. Juli 2009, eingesehen am 4. März 2014.
  7. a b ueber-uns, abgerufen am 18. Februar 2014.
  8. Leitbild der KIV/UG (PDF), abgerufen am 18. Februar 2014.
  9. a b c Wahlergebnisse der GW- und PV-Wahlen Wien 2010 (Memento vom 4. März 2014 im Internet Archive), eingesehen am 4. März 2014.