Nilschlamm

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Jährlich überschwemmter Bereich am Nilufer bei Karima in der Nubischen Wüste in Sudan. Die Risse sind in der winterlichen Trockenzeit 30–40 cm tief.

Der Nilschlamm ist fruchtbarer Schlamm aus den Vulkangebieten Äthiopiens, der durch den Nil nach Ägypten transportiert wird und daher seinen Namen trägt.

Durchfeuchteter Nilschlamm ist derart weich und tiefgründig, dass er nicht begangen werden kann. Wegen des hohen Lehmanteils schrumpft der Boden beim Austrocknen und bildet polygonale Platten (Vertisole).

Der sehr fruchtbare Schlamm stellte eine wichtige Grundlage der ägyptischen Landwirtschaft dar, da er aufgrund seines Nährstoffgehalts eine wesentliche Düngerfunktion besaß und das Land am Nil fruchtbar machte. Durch den Bau des Assuan-Staudamms wird der Weitertransport des Nilschlamms verhindert, daher müssen die im Schlamm enthaltenen Nährstoffe durch Kunstdünger ersetzt werden. Dies hat eine sinkende Wasserqualität des Nils zur Folge.