Nordkoreanischer Film

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Nordkoreanische Filme sind Filme, welche in Nordkorea produziert worden sind.

Wie das gesamte Spektrum der Kunst in Nordkorea befasst sich auch der Film ausschließlich mit propagandistischen Themen. Es geht also in nordkoreanischen Filmen vorwiegend um die Verherrlichung von Kim Il-sung und Kim Jong-il, dem Aufbau des Chuch'e-Sozialismus sowie die Propagierung des Antijapanismus und Antiamerikanismus.

Einer der wenigen Filme, welche auch über die Grenzen des Landes hinaus einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben, ist Das Blumenmädchen von 1972, der auf dem 18. Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde.

Seit 1987 findet, nunmehr alle zwei Jahre, das Internationale Filmfestival von Pjöngjang (ehemals Internationales Pjöngjanger Filmfestival der Blockfreien und anderer Entwicklungsländer) in der 1988 errichteten Internationalen Kinohalle Pjöngjang statt.

Nordkorea tritt heute aber weniger durch eigene geistige Beiträge der Staatsfirma SEK-Trickfilmstudio international in Erscheinung als vielmehr als Zuarbeiter zu Hollywood-Trickfilmen. Da die Produktionskosten extrem niedrig sind und die Qualität der SEK-Zeichner hoch, hat Disney zwei Produktionen teilweise via Subunternehmer bei SEK zeichnen lassen: Der König der Löwen (1994) und Pocahontas (1995).[1] Mit Empress Chung, ebenfalls ein Trickfilm, gibt es auch eine nord- und südkoreanische Co-Produktion aus dem Jahr 2005.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Schönherr, North Korean Cinema. A History, Jefferson, North Carolina und London 2012, ISBN 978-0-7864-6526-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aidan Foster-Carter: Axis of ... cute?, Asia Times, 2002