Offenland

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Offenland am Beispiel einer Pfeifengraswiese in der Lausitz
Halboffenland am Beispiel Besenginsterheide, die durch Moorschnucken gepflegt wird

Bei Offenland oder Offenlandschaft handelt es sich um nicht überbaute, nicht durch Gehölzvegetation dominierte Gebiete[1] – somit alle Biotoptypen, die nicht zum Wald zählen. Dazu gehören landwirtschaftlich genutzte Flächen wie Äcker und Grünland sowie natürliche Gebiete wie Moore und Blockhalden oder ehemals intensiver genutzte Gebiete wie stillgelegte Truppenübungsplätze oder Bergbaufolgelandschaften. Die größten natürlichen Offenlandbiome sind die Tundren in den Polargebieten, sowie die Steppen, Wüsten und Savannen in den trockenen Mittelbreiten, den Subtropen und Tropen. Ebenso wie Siedlungsräume gehören Verkehrswege nicht zum Offenland. Der Übergang zwischen Offenland und Wald lässt sich nicht eindeutig definieren, man bezeichnet ihn oft als Halboffenland.

Bei den Folgelandschaften handelt es sich im Sinne des Naturschutzes meist um wertvolle Landschaften, da diese gute Bedingungen für die Ansiedlung von selten gewordenen und speziell angepassten Tier- und Pflanzenarten bieten.

Aus einem Offenland entwickelt sich ohne menschlichen Eingriff meist durch Sukzession von Verbuschung über Vorwaldstadien letztlich ein je nach Bodentyp variierender Waldbiotoptyp. Zur Erhaltung und Pflege von Offenlandschaften bedarf es einer koordinierten Biotoppflege, die neben forstlichen Methoden auch durch Tiere erfolgen kann, die die Gehölze zurückbeißen.

Landschafts- und Naturschutzgebiete namens Offenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bettina Burkart: Offenlandmanagement mit Haus- und Wildtieren: am Beispiel des ehemaligen Truppenübungsplatzes Dauban Oberlausit. Hrsg.: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Institut für Landespflege (= Culterra. Nr. 45). 1. Auflage. Verlag des Instituts für Landespflege der Universität Freiburg, 2005, ISBN 3-933390-32-X, ISSN 1435-8506, Kap. 7, S. 302, Sp. 1.