Osteochondrose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Osteochondrosis)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Klassifikation nach ICD-10
M91.- Juvenile Osteochondrose der Hüfte und des Beckens
M92.- Sonstige juvenile Osteochondrosen
M93.- Sonstige Osteochondropathien
M42.- Osteochondrose der Wirbelsäule
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Eine Osteochondrose (von „Chondrose“) oder Osteochondrosis ist eine Störung der chondralen Ossifikation, also der Umwandlung von Knorpel zu Knochen als Teil des normalen Wachstumsprozesses. Sie kann daher grundsätzlich an zwei Lokalisationen auftreten: im Gelenk und in den Wachstumsfugen.

In beiden Fällen wird der Knorpel nicht genügend rasch zu Knochen umgebaut, so dass sich eine abnorm dicke Knorpelschicht bilden kann. Da Knorpel keine eigenen Blutgefäße besitzt, sondern durch Diffusion ernährt wird, werden die tiefer gelegenen Knorpelschichten immer schlechter ernährt und degenerieren. Dabei kann sich bei der gelenksansässigen Osteochondrose auch ein Knorpelstück lösen und frei im Gelenk schwimmen („Gelenkmaus“) – man spricht dann von einer Osteochondrosis (oder Osteochondritis) dissecans, kurz OCD.

Osteochondrosen treten auch in der Veterinärmedizin (insbesondere bei großen Hunderassen und bei Mastschweinen) auf. Sie folgen dort meist einem polygenen Erbgang mit Umweltinteraktion bei einer Heritabilität zwischen 0,25 und 0,45.

Die Osteochondrose der Wirbelsäule wird nach Modic I-III eingeteilt.

Spezialformen der Osteochondrose sind zum Beispiel:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]