Osteuropäischer Schäferhund

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Osteuropäischer Schäferhund
Osteuropäischer Schäferhund
Nicht von der FCI anerkannt
Ursprung:

UdSSR

Patronat:

Russland

Alternative Namen:

russisch: Восточноевропейская овчарка
Transkription: Wostotschnojewropeiskaja owtscharka

Widerristhöhe:

Rüde 67 bis 72 cm,
Hündin 62 bis 67 cm

Liste der Haushunde
Osteuropäischer Schäferhund - gesattelt

Der Osteuropäische Schäferhund (russisch Восточноевропейская овчарка) ist eine nicht von der FCI anerkannte Hunderasse aus Russland. Sie ist vom Russischen Kynologenverband (Российская Кинологическая Федерация) anerkannt[1], der Russland innerhalb der FCI vertritt.[2]

Geschichte der Rasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rasse entstand in den 1940er Jahren in der UdSSR. Man nahm sich zum Ziel, einen Diensthund zu züchten, welcher bestens für die Arbeit in der Armee, an der Grenze und als Wachhund in Privathaushalten geeignet sein sollte.

Außerdem sollte sich dieser an die in der UdSSR vorherrschenden unterschiedlichen klimatischen Bedingungen anpassen können. Zwischen 1924 und 1936 wurden Deutsche Schäferhunde mit unterschiedlichem Wesen in die UdSSR importiert.

Ziel war es, eine neue Rasse entstehen zu lassen, welche besser für die Anforderungen geeignet sein sollte. Um dieses zu erreichen, wurden Kreuzungen zwischen den importierten Deutschen Schäferhunden und einheimischen Mischlingen, welche den gewünschten Phänotypen aufwiesen, unternommen. Nach einer gründlichen Selektion entstand im Endeffekt eine neue Rasse, welche die Bezeichnung “Vostochno Evropeiskaya Ovcharka” erhielt.

Der erste Rassestandard wurde im Jahre 1955 festgelegt. Im Jahr 2002 akzeptierte der Russische Kynologenverband den Rassestandard.

Auch im Ukrainischen Kynologenverband (Кинологический Союз Украины) ist die Rasse national anerkannt.[3] Seit dem 15. Juni 2016 ist die Rasse vom Finnischen Kynologenverband (Suomen Kennelliitto – Finska Kennelklubben) national anerkannt.[4] Seit dem 24. Juni 2016 hat auch der Schwedische Kynologenverband (Svenska Kennelklubben) die Rasse national anerkannt.[5]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Osteuropäische Schäferhund sieht in etwa aus wie ein übergroßer Deutscher Schäferhund (Widerristhöhe für Rüden 67–72 cm, für Hündinnen 62–67 cm). Die Fellstruktur ist stockhaarig von mittlerer Länge mit guter Unterwolle in leichtem Grauton. Folgende Farben sind zugelassen: Schwarz mit gelben Abzeichen, schwarz mit hellgrauen (silberfarbenen) Abzeichen, Schwarz einfarbig, Grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske.[6]

Osteuropäischer Schäferhund - schwarz
Osteuropäischer Schäferhund - zobel-grau

Wesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Standard wird der Idealtyp der Rasse als ausgeglichen, selbstsicher, aufmerksam und leicht auszubilden sowie als zuverlässiger Begleiter und Beschützer beschrieben.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entsprechend dem Zuchtziel wird der Osteuropäische Schäferhund typischerweise als Dienst- sowie Wach- und Schutzhund eingesetzt.

FCI - Nationale Anerkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste zeigt die FCI-Mitgliedsländer und Vertragspartner mit einer Anerkennung der Rasse auf nationaler Ebene:

  • Aserbaidschan (Kennel Union of the Republic of Azerbaijan)
  • Belgien (Union Royale Cynologique Saint Hubert)
  • Bosnien und Herzegowina (Kinološki Savez u Bosni i Hercegovini)
  • Bulgarien (Bulgarian Republican Federation of Cynology)
  • Dänemark (Dansk Kennel Klub)
  • Estland (Eesti Kennelliit)
  • Finnland (Suomen Kennelliitto - Finska Kennelklubben)
  • Kirgisistan (Union of Cynologists of Kyrgyz Republic)
  • Kosovo (Federata Kinologjike e Kosovës)
  • Kroatien (Hrvatski Kinoloski Savez)
  • Lettland (Latvijas Kinologiska Federacija)
  • Litauen (Lietuvos Kinologu Draugija)
  • Moldawien (Uniunea Chinologica din Moldova)
  • Montenegro (Kinoloski Savez Crne Gore)
  • Nord-Mazedonien (Kennel Association of Republic of Macedonia)
  • Norwegen (Norsk Kennel Klub)
  • Niederlande (Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland)
  • Polen (Zwiazek Kynologiczny w Polsce)
  • Rumänien (Asociatia Chinologica Romana)
  • Russland (Russian Kynological Federation)
  • Schweden (Svenska Kennelklubben)
  • Schweiz (Société Cynologique Suisse)
  • Serbien (Kinoloski Saves Republike Srbije)
  • Slowakei (Slovenska Kynologicka Jednota)
  • Slowenien (Kinološka zveza Slovenije)
  • Tschechien (Ceskomoravská Kynologická Unie)
  • Ukraine (Ukrainian Kennel Union)
  • Ungarn (Magyar Ebtenyésztok Országos Egyesületeinek Szövetsége)
  • Weißrussland (Belorussian Cynological Union)
  • Zypern (Cyprus Kennel Club)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. anerkannte russische Hunderassen (russ.)
  2. Russischer Kynologenverband als Mitglied der FCI. In: www.fci.be. Abgerufen am 14. September 2016.
  3. national anerkannte Hunderassen in der Ukraine – nicht international anerkannt. In: grchua.org. Abgerufen am 14. September 2016.
  4. Finnischer Kynologenverband - Rassedatenbank. In: jalostus.kennelliitto.fi. Abgerufen am 14. September 2016.
  5. Schwedischer Kynologenverband - Offizielle Mitteilung. Abgerufen am 24. Oktober 2016 (schwedisch).
  6. Rassenstandard der RKF (ru, doc) Abgerufen am 18. August 2016.