Ostfriesland-Wanderweg

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Ostfriesland-Wanderweg
Die Strecke führt auch über den Ostfriesland-Äquator zwischen Sandhorst und Plaggenburg.
Die Strecke führt auch über den Ostfriesland-Äquator zwischen Sandhorst und Plaggenburg.
Daten
Länge 96,37 kmdep1
Lage Deutschland,
Niedersachsen
Betreut durch Wiehengebirgsverband Weser-Ems
Markierungszeichen weißes O auf schwarzem Grund
Startpunkt Papenburg
53° 4′ 41,6″ N, 7° 23′ 38,1″ O
Zielpunkt Bensersiel
53° 40′ 28,6″ N, 7° 34′ 31,5″ O
Typ Fernwanderweg
Schwierigkeitsgrad leicht
Jahreszeit ganzjährig
Besonderheiten Teilstück europäischer Küstenfernwanderweg E 9

Ostfriesland-Wanderweg ist der Name eines regionalen Wanderwegs des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems. Er ist mit einer Länge von rund 97 Kilometern der längste und älteste Wanderweg Ostfrieslands. Der Schwierigkeitsgrad des Weges ist leicht, da kaum Steigung zu bewältigen ist.[1] Insgesamt bewältigen Wanderer auf der auf vier bis fünf Tagesmärsche angelegten Strecke einen Höhenunterschied von 12 Metern.[2]

Der Wanderweg verläuft in Teilen auf der Strecke der ehemaligen Kleinbahn Leer–Aurich–Wittmund und ist ein Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E9. Diese wurde am 31. Dezember 1969 stillgelegt. In den folgenden Jahren wurden die Gleisanlagen entfernt. Die ehemalige Trasse wurde Ende der 1970er Jahre als Ostfrieslandwanderweg ausgebaut, auf dem alljährlich der Ossiloop, ein Volkslauf, ausgetragen wird.[3] Der Weg ist ausgeschildert und mit einem weißen „O“ auf schwarzem Grund markiert.[4]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ostfriesland-Wanderweg ist insgesamt genau 92,76 km lang. Er führt vom Zentrum Rhauderfehn über Ihrhove nach Leer. Von dort geht es über Hesel, Großefehn und Holtrop nach Aurich. Dieser 41 Kilometer lange Abschnitt ist zudem Teil des Europäischen Fernwanderwegs E9.[5] Ab Aurich verläuft der Weg 29 Kilometer auf der Trasse der ehemaligen Kleinbahnstrecke über Esens bis in das unmittelbar an der Küste gelegene Bensersiel.[1] Dort endet er am Fährhafen nach Langeoog direkt an der Nordsee am Bürgermeister-Rieken-Platz.[4]

Spaziergänger durchqueren auf der alten Kleinbahntrasse, die heute wie eine doppelte Wallhecke aussieht, alle Landschaftsformen des ostfriesischen Festlandes, also die Emsmarsch, die angrenzenden Hochmoore, die Geest mit ihren Wäldern und Wallhecken sowie die Seemarschen an der Nordsee.[6]

Skulpturen am Wanderweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Auricher Stadtteil Sandhorst kreuzt der Weg den Ostfriesland-Äquator. Die Kreisvolkshochschule Aurich stellte im Rahmen eines Jugendprojekts ein Tor auf Welt-Icon.[7]

Entlang des Weges stehen 24 Scheuerpfahl-Skulpturen,[8] die von Künstlern aus Norddeutschland und den Niederlanden in den Monaten Mai bis November 2011 erschaffen wurden. Die Idee dazu hatte der ehemalige Leiter der Berufsbildenden Schulen Aurich, Gerd Neumann. Scheuerpfähle werden aufgestellt, um die Weidebegrenzungen vor Beschädigungen durch das Vieh zu schützen, da dieses sich in Ermangelung anderer Möglichkeiten, etwa Bäumen, an diesen reiben und sie dabei umknicken könnte. Statt an diesen können sich Rinder und Pferde an den Pfählen auf der Wiese kratzen. Für das Aussehen und die Position von Scheuerpfählen gibt es keine Vorschriften und sie bedürfen auch keiner Genehmigung.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wiehengebirgsverband Weser-Ems e. V.: Der Ostfriesland-Wanderweg (Memento vom 9. März 2016 im Internet Archive). Abgerufen am 9. März 2015.
  2. GeoLife.de: Höhenprofil Ostfriesland-Wanderweg. Abgerufen am 9. März 2016.
  3. Karte des Ostfrieslandwanderwegs, gesehen 20. September 2012.
  4. a b Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) Ostfriesland-Wanderweg. Abgerufen am 9. März 2015.
  5. Ostfriesland.de: Ostfriesland Wanderweg (97 km). Abgerufen am 9. März 2015.
  6. Nordwestreisemagazin.de: Der Ostfrieslandwanderweg auf der ehemaligen Strecke der ostfriesischen Kleinbahn. Abgerufen am 9. März 2015.
  7. Stephan Schmidt: Ostfriesland-Äquator kann sich sehen lassen. In: Ostfriesen-Zeitung. 19. Juni 2013, abgerufen am 7. April 2018.
  8. Eine Erklärung zu den einzelnen Skulpturen befindet sich in Kunstscheuerpfähle. In: Ostfriesland.de. Abgerufen am 7. April 2018.
  9. Gerd Neumann, Dr. Lübbert R. Haneborger: Scheuerpfahl Skulpturen entlang des Ostfriesland-Wanderweges. SKN Druck und Verlag, Norden. zit. nach Ostfriesland-Wanderweg. In: Esens-museen.de. Abgerufen am 7. April 2018.

Koordinaten: 53° 28′ 34,9″ N, 7° 28′ 45,9″ O