Ouro-do-Brasil-Klasse

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Ouro-do-Brasil-Klasse
Orangensafttanker Sol do Brasil in Hamburg
Orangensafttanker Sol do Brasil in Hamburg
Schiffsdaten
Schiffsart Kühlschiff
Reederei Maritime Services Aleuropa, Hamburg
Bestellung 6. Juni 1990
Bauwerft Kvaerner Keven Florø
Bauzeitraum 1993 bis 1994
Gebaute Einheiten 2
Fahrtgebiete weltweite Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
172 m (Lüa)
160,6 m (Lpp)
Breite 26 m
Seitenhöhe 14,5 m
Tiefgang max. 9,5 m
Vermessung 15.218 BRZ / 4.566 NRZ
Maschinenanlage
Maschine 1 × Sulzer 6 RTA 62 76 M
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
10.800 kW (14.684 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
19 kn (35 km/h)
Propeller 1 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 19.519 tdw
Container 480 TEU
Rauminhalt 12.800 m³
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd +100 A 5 E + MC AUT Inert + KAZ

Daten Ouro do Brasil

Die Ouro-do-Brasil-Klasse ist eine aus zwei Einheiten bestehende Schiffsklasse. Die Orangensafttanker transportieren Orangensaft und Orangensaftkonzentrat in Tanks. Sie wurden an die brasilianische Fischer-Gruppe abgeliefert, das Schiffsmanagement wird von dem in Hamburg ansässigen Unternehmen Maritime Services Aleuropa durchgeführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schiffe wurden 1993 und 1994 von der Werft Kvaerner Kleven Florø in Norwegen abgeliefert und werden vorwiegend in den Fahrtgebieten Südamerika–Europa und Südamerika–USA eingesetzt. Das Prinzip wurde auf der Ouro do Brasil erprobt, ein umgebautes Kühlschiff der Core-Klasse, die 1970 auf der Werft Solheimsviken im norwegischen Bergen entstand und 2003 abgebrochen wurde.

Schiffsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schiffe wurden wie Kühlschiffe gebaut, das Brückenhaus und der Maschinenraum befindet sich achtern. Sie haben hohe Laderäume, in denen insgesamt 16 Edelstahltanks mit jeweils 800 m³ Fassungsvermögen aufgestellt wurden. Die Außenhaut, der Boden, das Wetterdeck und Querschotten sind isoliert und die Laderäume werden gekühlt. Die kalte Luft in den Laderäumen sorgt dafür, dass das Orangensaftkonzentrat, das bereits heruntergekühlt geladen wurde, die Temperatur behält. Das Deck ist für den Containertransport eingerichtet und etwa Mitte des Schiffes befindet sich ein kleiner Kran zur Schlauchübergabe sowie ein Manifold für die Ladungsübergabe.

Antrieb und Stromversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Antrieb des Verstellpropellers erfolgt durch einen umsteuerbaren, langsamlaufenden Zweitaktmotor vom Typ Sulzer 6 RTA 62 76 M mit 10.800 kW Leistung bei 105/min. Damit erreicht das Schiff eine Geschwindigkeit von 19 kn. Über eine Fernsteuerautomatik kann der Motor auch von der Brücke gefahren werden. Zur Stromerzeugung sind drei Mitsubishi-Hilfsdiesel mit einer Nennleistung von 735 kW bei 900/min eingebaut, die Drehstromgeneratoren antreiben. Außerdem steht ein Wellengenerator mit 1.580 kVA zur Verfügung.

Ladungskühlanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ladungskühlanlage besteht aus einer indirekten Kälteanlage, in der in Luftkühlern eine Kaltsole den Kaltluftkreislauf in den Laderäumen zurückkühlt. Die Kaltsole wiederum wird von den Verdampfern der Kälteanlage abgekühlt. Die Kälteanlage besteht aus den Kältemittelverdichtern, die als Schraubenverdichter ausgeführt wurden, den Kondensatoren zur Verflüssigung des Kältemittels R22, den Expansionsventilen und den Verdampfern. Die Kondensatoren werden mit Seewasser gekühlt.

Die Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ouro-do-Brasil-Klasse
Schiffsname Bauwerft / Baunummer IMO-Nummer Kiellegung
Stapellauf
Fertigstellung
Spätere Namen und Verbleib
Ouro do Brasil [1] Kvaerner Keven Florø / 252 9018646 27. Januar 1992
27. Oktober 1992
22. April 1993
in Fahrt
Sol do Brasil Kvaerner Keven Florø / 253 9018658 8. November 1993
3. Juni 1994
1. November 1994
in Fahrt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sol do Brasil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Ouro do Brasil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Schiff in der Werftliste unter Baunummer 252