PDP-8

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Ein PDP-8 im National Museum of American History in Washington, USA
PDP-8/E
PDP-8/E Bedienfeld

Der PDP-8 war ein früher Minirechner aus der Reihe Programmed Data Processor von Digital Equipment Corporation. Er wurde unter Leitung von Edson de Castro entwickelt und 1965 auf den Markt gebracht. Der Preis von 18.000 $ ermöglichte auch kleineren Unternehmen den Einsatz eines Rechners. Es wurden 50.000 Einheiten produziert, womit die PDP-8 kommerziell sehr erfolgreich war.

Technisch handelte es sich bei dem PDP-8 um einen 12-Bit-Rechner. Der Hauptspeicher bestand aus 4.096 12-Bit-Wörtern in Form eines Core Stack aus einzelnen Miniatur-Ringmagneten (Kernspeicher), wobei ein Ring genau ein Bit aufnahm.[1] Ein Wort konnte zwei 6-Bit-Zeichen speichern. Waren die ersten PDP-8 noch in DTL-Logik verwirklicht, wurde bei späteren Versionen die Architektur in der schnelleren TTL-Logik implementiert. Mangels Bootloader wurde der Rechner zunächst über eine Maschinenkonsole mit Schaltern und LEDs («Blinkenlights») bedient. Lief die Anwendungssoftware ursprünglich direkt auf der Hardware, wurde später hauptsächlich das Betriebssystem OS/8 verwendet. Programmiert wurde in Assembler, BASIC, Fortran, Focal und Dibol. Abgespeichert wurde die Software vornehmlich auf Lochstreifen.

Der Computer wurde von 1965 bis 1979 produziert. Ausgenommen war der in Mikroprozessor-Technik erstellte DECmate, der sich dank seines kompakten Gehäuses auch als Workstation eignete. Der PDP-8 wurde für Geschäftsanwendungen, zur Steuerung und Regelung in der Industrie und bei wissenschaftlichen Experimenten eingesetzt. Als leistungsstärkere Alternative offerierte die Digital Equipment Corporation ab 1970 das Modell PDP-11.

Der PDP-8 wurde zu Beginn der 1970er Jahre von Robotron in der DDR als KRS4200 nachgebaut. Die Rechner wurden unter anderem als Steuerrechner für Bearbeitungsmaschinen und Automatisierungslösungen verwendet.

Noch funktionsfähige Exemplare der PDP-8 können im Museum „technikum29“ bei Frankfurt am Main und im Computermuseum der Fakultät Informatik an der Universität Stuttgart besichtigt werden.[2][3]

Emulationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basierend darauf, dass heutzutage selbst kleinste Rechner eine größere Leistungsfähigkeit haben als die originalen PDP-8-Modelle gibt es eine Vielzahl von Emulatoren. Ein JAVA-Emulator in Form eines einzelnen JAR-Paketes visualisiert das gesamte Bediensystem (inkl. Frontpanel) sowie die Hardware [4]. Bei dem am weitesten verbreiteten Emulator dürfte es sich um SIMH[5] handeln; dieser Emulator ist in der Lage eine Vielzahl von CPUs zu emulieren. Ein verkleinertes, jedoch authentisches Frontpanel der PDP-8 mit entsprechender Logik in Kombination mit einem Emulator, der auf einem Raspberry Pi läuft, lässt das ursprüngliche System wieder auferstehen.[6].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: PDP-8 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erfahrungsbericht Projektleiter PDP-8/E-Entwicklung
  2. Frühe Computer im technikum29
  3. Exponate des Computermusems der Fakultät Informatik an der Universität Stuttgart
  4. PDP-8-JAVA-Emulation
  5. SIMH-CPU-Emulator
  6. PDP-8I-Bausatz basierend auf Raspberry Pi