Partei der ungarischen Gemeinschaft

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Strana maďarskej komunity
Magyar Közösség Pártja
Partei der ungarischen Gemeinschaft
Logo der SMK
Partei­vorsitzender József Menyhárt
Gründung 1998
Gründungs­ort Bratislava
Haupt­sitz Čajakova 8
81105 Bratislava
Aus­richtung Nationalkonservatismus
Farbe(n) Rot, Weiß, Grün (Ungarische Trikolore)
Parlamentssitze
Europaabgeordnete
1/13
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)
Website www.mkp.sk

Die Partei der ungarischen Gemeinschaft (ungarisch: Magyar Közösség Pártja MKP; slowak.: Strana maďarskej komunity SMK, offizielle Abkürzung SMK-MKP, bis September 2012 ung. Magyar Koalíció Pártja, slow. Strana maďarskej koalície, zu deutsch Partei der ungarischen Koalition) ist eine nationalkonservative Partei der ungarischen Minderheit in der Slowakei. Sie gilt als der ungarischen Fidesz-Partei von Viktor Orbán nahestehend.[1]

Die konservative Partei entstand durch Zusammenschluss mehrerer ungarischer Parteien in der Slowakei – der konservativen Ungarischen Christlich-Demokratischen Bewegung (MKDH), der nationalistischen Partei mit der Bezeichnung «Zusammenleben» (Spolužitie) und der liberalen Ungarischen Bürgerpartei (MOS). Sie wurde ab ihrer Gründung im Jahr 1998 bis 2007 von Béla Bugár geführt. 2007 wurde die gesamte Parteiführung ausgewechselt, Bugár brach mit der Partei. Neuer Vorsitzender wurde Pál Csáky, ihm folgte 2010 József Berényi. Bugár gründete kurze Zeit später die Partei "Most–Híd" (Brücke), welche zwar auch Belange der ungarischen Minderheit vertritt, sich aber klar von der Fidesz abgrenzt.

Bei der Parlamentswahl 2006 gewann die MKP 11,68 % der Stimmen und 20 Mandate. Bei der Wahl 2010 erreichte die Partei nur noch 4,33 % der Stimmen, sie verlor damit alle ihre Sitze im Parlament.[2] Vom Niedergang der SMK profitierte insbesondere die neue Partei Most–Híd. Auch 2012 konnte sie mit einem Stimmenanteil von 4,28 % die 5%-Hürde nicht überwinden, ebenso wie bei der Wahl 2016, wo die Partei nur 4,28 % der Stimmen erreichte. Die Partei hat einen Abgeordneten im Europäischen Parlament, ansonsten ist sie nur noch auf der Kommunalebene vertreten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Igor Stupňan: Dve maďarské strany v parlamente? To sa ešte nestalo. In: pravda.sk, 22. Dezember 2015, abgerufen am 3. Januar 2016, 18:03.
  2. Pravica môže vládnuť, má o 8 kresiel viac (slowakisch), SME. Abgerufen am 13. Juni 2010. 

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Štefančík, R. (2008): Christlich-demokratische Parteien in der Slowakei. Trnava: UCM, ISBN 978-80-8105-016-9