Peroxodisulfate

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Modell des Peroxodisulfatanions
Schemazeichnung der Struktur des Peroxodisulfatanions

Peroxodisulfate (veraltet Persulfate) sind die Salze der Peroxodischwefelsäure (H2S2O8). Die meisten Peroxodisulfate sind außerordentlich leicht löslich, auch das Bleiperoxodisulfat und das Bariumperoxodisulfat.[1]

Bekannte Salze sind die gut kristallisierenden Verbindungen Kaliumperoxodisulfat (K2S2O8) und Ammoniumperoxodisulfat ((NH4)2S2O8). Peroxodisulfate entstehen z. B. bei der anodischen Oxidation von Sulfaten. Sie sind sehr starke Oxidationsmittel, die z.B. Chromsalze zu Dichromat und Mangansalze zu Permanganat oxidieren können.

Peroxodisulfate enthalten das Peroxodisulfation S2O82− = [O3S–O–O–SO3]2−, das zwei über eine O–O-Brücke verbundene SO4-Tetraeder enthält.[2]

Peroxodisulfate zersetzen sich beim Erwärmen unter Bildung von Sulfatradikalen: Zersetzung des Persulfations

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Meyers Großes Konversations-Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. 6. Auflage. 19, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1909, S. 860 (online auf Zeno.org).
  2. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 81.–90. Auflage. de Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-005962-2, S. 346.