Pfahlrost

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Ein aus 2000 Pfählen bestehender Pfahlrost der rätischen Mauer

Pfahlroste gehören zu den Tiefgründungen und bestehen aus einer Anzahl von Pfählen oder Pfahlgruppen, die durch eine Rostplatte verbunden werden. Auf dieser kann dann das eigentliche Bauwerk errichtet werden. Pfahlroste werden in tiefe und hohe Pfahlroste unterschieden. Früher wurden Holzpfähle verwendet, daher der Name.

Pfähle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfähle werden als Einzelpfähle oder auch als Pfahlgruppen angeordnet. Sie übertragen die Lasten in den Baugrund. Zur Aufnahme von Horizontalkräften werden einzelne Pfähle oft auch schräge angeordnet, um Biegung in den Pfählen zu vermeiden. Bei Pfahlgruppen werden einzelne Pfähle immer schräge angeordnet, um an den Pfahlfußpunkten ausreichend Abstand zur Lastübertragung in den Baugrund zu haben.

Rostplatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rostplatte verbindet die Pfähle oder Pfahlgruppen. Sie kann aus einer Platte (z.B. Stahlbetonplatte) bestehen oder aus einer Kombination von Balken und Platte (Plattenbalken).

Tiefe und hohe Pfahlroste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei tiefen Pfahlrosten befindet sich die Rostplatte auf oder unter dem Gelände. Die Pfähle befinden sich damit vollständig im Boden. In der Regel braucht für diese Pfähle kein Knicksicherheitsnachweis geführt zu werden, da sie durch den Boden gestützt werden.

Bei hohen Pfahlrosten ragen die Pfähle über das Gelände hinaus, also liegt die Rostplatte über der Geländeoberfläche. Das gilt z. B. auch für Pfahlgründungen im Wasser. Hier ist in der Regel auch ein Knicksicherheitsnachweis für die Pfähle zu führen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]