Planspiel Börse

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Das Planspiel Börse ist ein europaweit von den Sparkassen organisiertes Planspiel. Es hat das Ziel, Schülern und Studenten die Funktionsweise der Börse näherzubringen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Börsenspiel wird seit 1983 durchgeführt. Im ersten Jahr nahmen über 4.500 Teams teil und es konnten 73 Wertpapiere (Aktien und Optionsscheine) gehandelt werden, das Startkapital betrug 50.000 DM. Im laufe der Jahre wurde das Startkapital auf 100.000 DM erhöht.

Seit 1999 auch im europäischen Ausland (Luxemburg, Frankreich, Italien und Schweden). Es werden zahlreiche Preise vergeben. Die Sieger werden meist in eine europäische Großstadt eingeladen. Seit 2008 gibt es bundesweit auch den Studentenwettbewerb. Bis 2010 haben über 1 Mio. Teams mitgespielt.

Das Planspiel Börse hat sich mit rund 40.000 Teams pro Jahr (rund 35.000 Schülerteams und rund 5.000 Studententeams) und insgesamt 140.000 Teilnehmern zu Europas größtem Börsenplanspiel entwickelt (Stand: 2016).

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Zu Beginn des Börsenspiels stehen jedem Schülerteam, aus mindestens fünf und maximal acht Teilnehmern bestehend, 50.000 € und jedem Studententeam 100.000 € virtuelles Startkapital zur Verfügung, mit welchem mindestens drei Aufträge bis zum Spielende getätigt werden müssen. Auf ihr Depot können die Teilnehmer mittels der Planspiel-Börse-Website zugreifen. Ziel des Spiels ist es, den Depotwert durch geschicktes Handeln zu steigern. Seit 2009 werden auch Teams prämiert, die mit nachhaltig orientierten Wertpapieren den größten Ertrag erzielen.

Zum Handeln werden jedes Jahr 175 variierende Wertpapiere, hauptsächlich Aktien, aber auch Fonds sowie festverzinsliche Wertpapiere zur Auswahl gestellt, mit denen die Teams handeln können. Dabei gelten die realen Wertpapierkurse der Börse auf Basis zwei mal täglich durchgeführter Abrechnung um ca. 11 Uhr und um ca. 17 Uhr. Für die Teilnehmer des Studentenwettbewerbs wird das Depot jedoch mit Realtime-Kursen zu den gängigen Börsenzeiten aktualisiert. Die teilnehmenden Teams können auf regionaler Ebene (Sparkasse und/oder Bundesland) sowie auf Bundesebene Preise gewinnen.

Jedes Jahr Anfang Oktober beginnt das Planspiel und endet Mitte Dezember. Die meisten Teams sind in der Gruppe Schüler und Studenten vertreten, vereinzelt nehmen auch Lehrer teil. Neben diesen Gruppen gibt es noch weitere Gruppen, wie z. B. Auszubildende oder Mitarbeiter der Sparkassen.

Regeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine Anmeldung ist nur über eine Sparkasse vor Ort möglich.
  • Nach der Anmeldung erfolgt die Freischaltung durch die Sparkasse und die Teilnehmer erhalten Zugang zu ihrem Depot mit virtuellem Startkapital.
  • Bis zu 200 Wertpapiere stehen zur Auswahl, die über das Depot gehandelt werden können.
  • Bei den Abrechnungen werden erst die Verkäufe und dann die Käufe ausgeführt.
  • Aufträge, die unvollständig, nicht plausibel oder mangels Kapital nicht ausführbar sind, werden zurückgewiesen.
  • In ein Wertpapier können maximal 20.000 Euro investiert werden.
  • Jedes Depot mit mehr als 500 Aufträgen wird disqualifiziert.
  • Die Teilnehmer erhalten zur Spielmitte und zum Spielende Depotauszüge, weitere Zwischenbescheide werden jeweils zwei Wochen vor Spielmitte und Spielende erstellt.
  • Wer bis zum vorletzten Tag, 10:45 Uhr keine drei umsatzrelevanten Wertpapieraufträge erteilt, wird disqualifiziert.
  • Gewonnen haben die Teilnehmer, die zum Schluss den höchsten Depotwert oder den höchsten Ertrag mit nachhaltigen Wertpapieren erreicht haben.
  • Der Depotinhalt muss zum Spielende nicht verkauft werden
  • Verbindlich für alle Teilnehmer sind die ausführlichen Spielregeln, die während des Spiels zur Verfügung stehen.

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Nachhaltigkeitsschwerpunkt wurde das Planspiel Börse von der Deutschen UNESCO-Kommission als offizielles Projekt 2011/2012 der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]