Polycarboxylate

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Polycarboxylat, hier als Copolymer dargestellt.

Polycarboxylate sind lineare Polymere, die über eine hohe Zahl an Carboxygruppen (früher Carboxylgruppen) verfügen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in Waschmitteln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polycarboxylate werden als sogenannte Builder in Waschmitteln eingesetzt, um die Waschleistung zu verbessern. Es sind Polymere der Acrylsäure oder Copolymere der Acrylsäure und der Maleinsäure. Das Polymer wird als Natriumsalz eingesetzt.[1]

Die hohe Polarität vermindert Ablagerungen auf der Wäsche und hemmt das Kristallwachstum von Kalk (Thresholdeffekt). Komplexbildner und Carrier (Transporthilfe) von Ca- und Mg-Ionen zum Zeolith A für dortigen Ionentausch.

Im Klärwerk verbleibt das Polymer weitestgehend im Schlamm und wird damit vom Abwasser getrennt.

als Fließmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Betonherstellung werden Polycarboxylatether (PCE) als Fließmittel verwendet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Polycarboxylate. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 17. August 2016.
  2. Susanne Palecki: Hochleistungsbeton unter Frost-Tau-Wechselbelastung: Schädigungs- und Transportmechanismen. Cuvillier Verlag, 2006, ISBN 978-3-86537-725-8, S. 20 (Google Books).