Prolog (Radrennen)

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Erik Zabel beim Prolog der Tour de France 2006

Der Prolog ist das Auftaktrennen eines Etappenrennens im Straßenradsport und Mountainbike.

Straßenradsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Straßenradsport wird der Prolog nach aktuellen Reglement als Einzelzeitfahren über eine Distanz von nicht mehr als acht Kilometern ausgetragen. Bei Frauen- und Juniorenrennen ist die maximale Länge eines Prologs auf vier Kilometer begrenzt. Er dient auch dazu, das Fahrerfeld den Zuschauern vorzustellen. Meist beginnt die erste reguläre Etappe am gleichen Ort wie der Prolog. Häufig werden beim Prolog auch die ersten Trikotträger für die Sonderwertungen ermittelt.

Obwohl der Prolog nicht als erste Etappe zählt, wird er bei der Zeit der Einzelgesamtwertung mitgewertet. Trotz seiner kurzen Distanz zählt der Prolog als vollwertiger Renntag, und es ist nicht zulässig, am Tag des Prologs ein zweites Rennen zu fahren. Stürzt ein Fahrer während des Prologs und kann das Rennen nicht beenden, so kann er das Rennen am nächsten Tag trotzdem fortsetzen und wird in der Gesamtwertung mit der Zeit des letzten Fahrers im Prolog gewertet.

Seit 1967 bildet meist ein Prolog den Auftakt zur Tour de France, der oft nicht in Frankreich stattfindet. So begann die Tour de France 2007 mit einem Prolog in der britischen Hauptstadt London. In den Jahren 2005 und 2009 eröffneten längere Einzelzeitfahren die Tour. 2008 wurde anstelle eines Prologs oder eines Einzelzeitfahrens eine vollwertige Etappe gefahren. 2010 kehrte man mit einem 8,9 Kilometer langen Auftaktzeitfahren in Rotterdam zum klassischen Prolog zurück.

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