Regierung Rudolf Beran

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Rudolf Beran

Die Regierung Rudolf Beran, geführt vom Ministerpräsidenten Rudolf Beran, war die Regierung der Tschecho-Slowakischen Republik ab dem 1. Dezember 1938. Sie blieb auch nach der Zerschlagung der Rest-Tschechei im März 1939 bis zum 27. April 1939 im neu gebildeten Protektorat Böhmen und Mähren im Amt. Die Regierung Rudolf Beran wurde ersetzt durch die Regierung Alois Eliáš.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Münchner Abkommen und der Sudetenkrise sowie dem Ersten Wiener Schiedsspruch wurde die Tschechoslowakei gezwungen, die deutsch besiedelten Gebiete, also das Sudetenland, am 1. Oktober 1938 an das nationalsozialistische Deutsche Reich abzutreten, sowie den südlichen, ungarisch besiedelten Teil der Slowakei an Ungarn. Zudem besetzte Polen das Olsagebiet und die Stadt Teschen. Ab 1. Dezember 1938 amtierte Beran als tschecho-slowakischer Ministerpräsident. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht und der sogenannten Zerschlagung der Rest-Tschechei im März 1939 blieb er zunächst im Amt. Nach dem Rücktritt der Regierung Rudolf Beran übernahm Alois Eliáš den Posten des Ministerpräsidenten, wobei die tatsächliche Macht in den Händen des Reichsprotektors Konstantin von Neurath lag.

Regierungszusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteizugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Protektorat wurden alle politischen Parteien verboten und durch die Einheitspartei Národní souručenství (deutsch: Nationale Gemeinschaft) ersetzt, der alle Minister zwangsweise angehörten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Přehled členů vlády, online auf: www.vlada.cz/cz/clenove-vlady/..., Website der Regierung der Tschechischen Republik, Übersicht über die Regierungen seit 1918, tschechisch, abgerufen am 25. Januar 2013
  • www.vlada.cz/..., Website der Regierung der Tschechischen Republik, Geschichte des Amtes der Regierung, tschechisch, abgerufen am 25. Januar 2013
  • Alois Eliáš (29. September 1890 – 19. Juni 1942), Lebenslauf des Informationszentrums der Tschechischen Regierung, online auf: icv.vlada.cz/...

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]