Renaud-Insel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Renaud-Insel
Gewässer Südlicher Ozean
Inselgruppe Biscoe-Inseln
Geographische Lage 65° 40′ S, 66° 0′ WKoordinaten: 65° 40′ S, 66° 0′ W
Renaud-Insel (Antarktische Halbinsel)
Renaud-Insel
Länge 40 km
Breite 17 km
Fläche 618 km²
Einwohner (unbewohnt)

Die Renaud-Insel ist die größte Insel der Biscoe-Inseln in der Antarktis. Sie liegt ungefähr 40 Kilometer vor der antarktischen Halbinsel und etwa 100 Kilometer nördlich der Adelaide-Insel. Die eisbedeckte Insel hat eine Landfläche von rund 618 km² und eine Küstenlänge von rund 148 Kilometern.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel wurde durch den englischen Walfänger John Biscoe bei seiner Antarktis-Expedition (1830–1832) entdeckt. 1908 wurde sie durch Jean-Baptiste Charcot kartiert, der sie nach dem französischen Hydrografen Marie Joseph Augustin Renaud (1854–1921) benannte.[2]

Auf den Felsen des Armstrong-Riffs, zwei Kilometer südwestlich der Renaud-Insel, befindet sich eine der größten Kolonien des Adeliepinguins im Bereich der antarktischen Halbinsel. 1984 wurden 12.800 Brutpaare gezählt.[3] Die Kolonie wird von BirdLife International als Important Bird Area (Ant007) ausgewiesen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Umweltprogramm der Vereinten Nationen: Island Directory, abgerufen am 26. Juli 2013
  2. John Stewart: Antarctica – An Encyclopedia. McFarland & Co., Jefferson und London 2011, ISBN 978-0-7864-3590-6, S. 1289f. (englisch)
  3. S. Ponset, J. Poncet: Censuses of Penguin Populations of the Antarctic Peninsula, 1983–87 (PDF; 5,37 MB). In: British Antarctic Survey Bulletin 77, 1987, S. 109–129
  4. C. M. Harris, R. Carr, K. Lorenz, S. Jones: Important Bird Areas in Antarctica (PDF; 11,3 MB), BirdLife International, Juni 2011 (englisch)