Rheinisches Museum für Philologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rheinisches Museum für Philologie
Fachgebiet Altphilologie
Verlag J. D. Sauerländer’s Verlag
Erstausgabe 1827
Gründer Barthold Georg Niebuhr, Ernst Bickel
Weblink rhm.phil-fak.uni-koeln.de
ISSN (Print) 0035-449X

Das von Ernst Bickel 1950 wiederbegründete Rheinische Museum für Philologie (RhM) ist die weltweit älteste Fachzeitschrift im Bereich der Altertumswissenschaften und besteht bis heute.

Ursprünglich wurde die Zeitschrift 1827 von Barthold Georg Niebuhr als Rheinisches Museum für Philologie, Geschichte und griechische Philosophie begründet, zunächst in Verbindung mit dem parallelen Rheinischen Museum für Jurisprudenz (J.C. Hasse). Doch schon nach drei Ausgaben wurde die Zeitschrift 1829 wieder eingestellt. Ein zweiter Gründungsversuch 1832/33 unter dem kürzeren Titel Rheinisches Museum für Philologie war etwas erfolgreicher. Die Zeitschrift konnte sechs Jahre lang bis 1838/39 erscheinen. Den endgültigen Durchbruch brachte erst die dritte Gründung. Seit 1842 erscheint die Zeitschrift in ununterbrochener Folge in einer neuen Serie. Bis 1887 erschien die Zeitschrift zum Teil auch noch (ohne die Charakterisierung) als (Rheinisches) Museum für Philologie.

Bis 1839 wurde die Zeitschrift vom Bonner Verlag von Eduard Weber aufgelegt, heute erscheint sie viermal im Jahr im J. D. Sauerländer’s Verlag, Bad Orb. Das Rheinische Museum ist heute am Lehrstuhl für Klassische Philologie an der Universität zu Köln angesiedelt. Herausgeber sind René Nünlist und Peter Schenk in Verbindung mit Bernd Manuwald, Carl Werner Müller, Markus Schauer, Stephan Schröder und Clemens Zintzen. Beiträge können in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Latein erscheinen. Die Inhalte sind breit gefächert und können Geschichte und Kulturgeschichte der Klassischen Antike umfassen, beschränken sich jedoch in erster Linie auf philologische Themen. Neben den regulären Ausgaben erscheinen Supplemente, Sonderhefte und Register.

Neben dem Philologus (1846), Mnemosyne (Niederlande, 1852, heute in erster Linie mit englischsprachigen Artikeln), Hermes (1866), den Wiener Studien (1879) und Gymnasium (1890) ist es eine der bedeutendsten und traditionsreichsten Zeitschrift auf dem Gebiet der Klassischen Philologie im deutschen Sprachraum und zählt damit auch zu den international angesehensten Periodika des Fachs.

Mit Ausnahme des aktuellen und der drei vorausgehenden Jahrgänge sind alle Aufsätze und Miszellen ab 1827 kostenlos über das Internet einsehbar.

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeit Name
Rheinisches Museum für Philologie, Geschichte und griechische Philosophie (1827–1829)
1827 August Boeckh
1827–1829 Barthold Georg Niebuhr
Christian August Brandis
Rheinisches Museum für Philologie (1836–1839)
1833–1839 Friedrich Gottlieb Welcker
August Ferdinand Naeke
Rheinisches Museum für Philologie: Neue Folge (1842–1920, 1924–1944, seit 1950)
1842–1869 Friedrich Gottlieb Welcker
1842–1876 Friedrich Ritschl
1850–1854 Jacob Bernays
1869–1876 Anton Klette
1876–1898 Otto Ribbeck
1877–1908 Franz Bücheler
1899–1905 Hermann Usener
1905–1920 August Brinkmann
1924–1934 Friedrich Marx
1935–1944 Ernst Bickel
Rheinisches Museum für Philologie (seit 1950)
1950–1960 Ernst Bickel
1957–1984 Hans Herter
1985–1991 Carl Werner Müller
1991–1996 Carl Werner Müller in Verbindung mit Bernd Manuwald und Clemens Zintzen
seit 1997 Bernd Manuwald in Verbindung mit Carl Werner Müller und Clemens Zintzen
seit 2003 … mit Carl Werner Müller, Stephan Schröder und Clemens Zintzen
seit 2013 René Nünlist und Peter Schenk in Verbindung mit Bernd Manuwald, Carl Werner Müller, Markus Schauer, Stephan Schröder und Clemens Zintzen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]