Richie Williams

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Basketballspieler
Richie Williams
Spielerinformationen
Voller Name Richard Lawrence Williams
Geburtstag 22. August 1987
Geburtsort San Diego, USA
Größe 178 cm
Position Point Guard
College San Diego State
Vereinsinformationen
Verein PS Karlsruhe
Liga 2. Bundesliga ProA
Trikotnummer 3
Vereine als Aktiver
2005–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten SDSU Aztecs (NCAA)
000002009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego Surf (ABA)
2009–2010 IslandIsland FSU Selfoss
2010–2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego Sol (ABA)
2011–2012 DeutschlandDeutschland UBC Hannover Tigers
2012–2014 DeutschlandDeutschland SC Rasta Vechta
2014–2015 DeutschlandDeutschland Skyliners Frankfurt
000002015 DeutschlandDeutschland SC Rasta Vechta
2015–2016 DeutschlandDeutschland Kirchheim Knights
000002016 DeutschlandDeutschland Phoenix Hagen
2016–2017 DeutschlandDeutschland RheinStars Köln
000002017 MexikoMexiko Zonkeys de Tijuana
Seit 0 2017 DeutschlandDeutschland PS Karlsruhe

Richard Lawrence „Richie“ Williams (* 22. August 1987) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Nach dem Studium in seinem Heimatland begann Williams eine Karriere als professioneller Basketballspieler, die ihn 2011 nach Deutschland in die dritthöchste Spielklasse ProB führte. Zur Spielzeit ProA 2012/13 wechselte er von den UBC Hannover Tigers zum vormaligen Ligakonkurrenten und Aufsteiger SC Rasta Vechta, mit denen er den Durchmarsch in die höchste Spielklasse Basketball-Bundesliga schaffte. Die Mannschaft gewann in den Finalspielen der Play-offs die Meisterschaft dieser Spielklasse und Williams wurde als „Spieler des Jahres“ der ProA 2012/13 ausgezeichnet.[1] Nachdem die Mannschaft die Klasse nicht halten konnte, spielte Williams noch für den Erstligisten Skyliners Frankfurt sowie erneut in der ProA für Vechta und die Kirchheim Knights. In der Basketball-Bundesliga 2016/17 kehrte Williams in die höchste deutsche Spielklasse zurück, nachdem er einen Vertrag bei Phoenix Hagen unterschrieb.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Williams, der in San Diego aufwuchs und an der Steele Canyon Highschool seinen Abschluss machte, blieb zum Studium in seiner Heimat und ging an die San Diego State University (SDSU), an der er von 2005 bis 2009 für die Hochschulmannschaft Aztecs in der Mountain West Conference (MWC) der NCAA spielte. In seiner ersten Spielzeit gewann die Mannschaft die Punktrunde und das Meisterschaftsturnier der MWC, bei dem Williams’ Mannschaftskamerad, der spätere Bundesliga-Profi Marcus Slaughter, in seiner letzten Collegesaison zum „MVP“ des Turniers gewählt wurde. In der landesweiten NCAA-Endrunde verlor man in der ersten Runde gegen die Hoosiers der Indiana University. An diesen Erfolg konnte man in den folgenden Spielzeiten nicht mehr anschließen. In Williams’ letzter Collegesaison verlor man 2009 das Finalspiel des MWC-Meisterschaftsturniers gegen die Utah Utes mit zwei Punkten Unterschied und erreichte das Final Four-Turnier im National Invitation Tournament, bei dem man im Halbfinale gegen die Bears der Baylor University verlor. Williams beendete seine Collegekarriere mit der mannschaftsinternen Bestleistung von 246 Ballgewinnen in vier Spielzeiten und wird mit 479 „Assists“ an zweiter Stelle der ewigen Bestenliste der Aztecs geführt.[2]

Nach dem Ende seiner vierjährigen NCAA-Karriere 2009 erwarb Williams zunächst einen Abschluss an der SDSU, da er dies seinem Trainer am College versprochen hatte.[3] Daher konnte sich Williams nicht für einen Vertrag als professioneller Basketballspieler in einer renommierten Liga empfehlen und spielte zunächst für lokale Basketballmannschaften in der „Minor LeagueAmerican Basketball Association sowie gut drei Monate für eine Mannschaft aus Selfoss in Island.[3] 2011 bekam er dann eine Chance in der dritthöchsten deutschen Spielklasse 2. Bundesliga ProB, in der er mit den UBC Tigers aus Hannover, die sich zuvor freiwillig aus der höheren Spielklasse ProA zurückgezogen hatten, in der ProB 2011/12 den ersten Platz in der Gruppe Nord nach der Punktrunde belegte. In der Halbfinalserie der Play-offs, die über den sportlichen Aufstieg entschied, verlor man gegen den drittplatzierten SC Rasta aus Vechta, das damit den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse perfekt machte. Als „Spieler des Monats“ März 2012 der ProB[4] wechselte Williams am Saisonende zum Aufsteiger Rasta Vechta, der in der ProA 2012/13 den „Durchmarsch“ in die höchste Spielklasse Basketball-Bundesliga erreichte. Als Erster der Hauptrunde konnte man sich in der Halbfinalserie der Play-offs knapp in fünf Spielen durchsetzen und damit den Aufstieg sicherstellen. Anschließend gewann man in den Finalspielen gegen die Düsseldorf Baskets auch die Meisterschaft dieser Spielklasse. Im Unterschied zu den Düsseldorfern, denen aus wirtschaftlichen Gründen keine Erstliga-Lizenz erteilt wurde, konnten die Vechtaer unter anderem durch einen Ausbau ihrer Hallen-Infrastruktur eine Lizenzerteilung für die höchste Spielklasse erreichen. Williams, der bereits im November 2012 zum Spieler des Monats auch in der höheren Spielklasse ProA gewählt worden war,[5] wurde nach dem Ende der Saison auch als Spieler des Jahres der ProA ausgezeichnet.[1] Williams’ Vertrag wurde anschließend verlängert, so dass er wie die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge jeweils eine Klasse höher spielen wird.

In der Basketball-Bundesliga 2013/14 konnte der SC Rasta bei seiner Erstliga-Premiere mit Williams den Klassenerhalt nicht sicherstellen und wurde nach nur sechs Saisonsiegen abgeschlagen Tabellenletzter. Nach dem Ende der Spielzeit unterschrieb Williams einen Vertrag beim bisherigen Ligakonkurrenten Fraport Skyliners aus Frankfurt am Main. Nach einer Verletzung verlor Williams jedoch seinen Platz in der Rotation der Skyliners und fand keine Berücksichtigung mehr, weshalb man sich auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrags einigte. Im Januar 2015 schloss sich Williams daher bis zum Ende der Saison erneut dem SC Rasta in Vechta an, der jedoch in der ProA 2014/15 die angepeilte Rückkehr in die höchste Spielklasse nicht erreichte, nachdem man bereits auf dem zehnten Platz am Einzug in die Play-offs um den Aufstieg scheiterte. Im Anschluss wechselte Williams zum Ligakonkurrenten VfL Knights aus Kirchheim unter Teck, der in der ProA 2015/16 nach dem dritten Hauptrundenplatz bereits im Play-off-Viertelfinale aus dem Rennen um eine sportliche Aufstiegsqualifikation ausschied, während der Hauptrundenerste Rasta Vechta die Erstliga-Rückkehr diesmal erreichte. Dies gelang schließlich auch Williams, nachdem er einen Vertrag beim Erstligisten Phoenix aus Hagen unterschrieb.[6] Der Verein, der bereits in der Vorsaison unter Liquiditätsproblemen litt, musste jedoch bereits nach kurz Saisonstart der Basketball-Bundesliga 2016/17 einen Insolvenzantrag einreichen, der lizenzgemäß Punktabzüge zur Folge hatte.[7] Nach dem sportlich misslungenen Saisonstart ohne Sieg im ersten Viertel der Saison lag der Verein durch die Punktabzüge beinahe aussichtslos zurück und musste sich im Laufe des Spieljahres zurückziehen. Williams wechselte nach dem Hagener Aus im November 2016 zu den RheinStars Köln,[8] wo er bis Saisonende 2016/17 blieb. Im Anschluss an seiner Kölner Zeit verstärkte er die Zonkeys de Tijuana in der Frühjahrssaison der mexikanischen Spielklasse CIBACOPA.[9]

Mitte August 2017 vermeldete ProA-Neuling PS Karlsruhe Williams' Verpflichtung.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b DJL: Die Spieler, Youngster und Trainer des Jahres. DieJungeLiga.de, 3. Mai 2013, archiviert vom Original am 30. Juni 2013; abgerufen am 20. Juli 2013 (Medien-Info).
  2. San Diego State 2012-13 MEN'S BASKETBALL MEDIA GUIDE: Records – Individual Career Records. San Diego State University, 5. November 2012, S. 126, 127 (interne Zählung), abgerufen am 20. Juli 2013 (PDF (465 kB), englisch).
  3. a b Kevin Gemmell: Pro hoops career was sidelined as ex-Aztec drove toward degree. U-T San Diego, 13. Februar 2011, abgerufen am 20. Juli 2013 (englisch).
  4. Youngster/Spieler des Monats März: Voigtmann / Uskoski / Barthel / Williams. DieJungeLiga.de, 5. April 2012, abgerufen am 20. Juli 2013 (Medien-Info).
  5. Youngster/Spieler des Monats November: Unterluggauer / Jönke / Williams / Parker. DieJungeLiga.de, 6. Dezember 2012, abgerufen am 20. Juli 2013 (Medien-Info).
  6. Williams und Anzuluni wechseln nach Hagen. Phoenix Hagen, 30. Juni 2016, abgerufen am 5. November 2016 (Medien-Info).
  7. Jörg Dierkes: Asche zu Asche – Phoenix Hagen will Weg in die Planinsolvenz gehen. Telekom Entertain: TelekomBasketball.de, 16. Oktober 2016, abgerufen am 5. November 2016.
  8. http://www.express.de/sport/basketball/neuer-spieler-rheinstars-reagieren-auf-seuche-und-holen-richard-williams-25120172
  9. http://cibacopa.web.geniussports.com/competitions/?cu=CIBA/en/person/618350
  10. http://abseits-ka.de/46336/x-basketball-karlsruhe/lions-verkuenden-toptransfer-richie-williams-kommt-nach-karlsruhe/