Rolf Bolwin

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Rolf Bolwin (* 5. Juli 1950 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Jurist und war 25 Jahre geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins. [1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolf Bolwin studierte an der Universität Bonn Jura, Politische Wissenschaft und Geschichte und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt in Bonn. Von 1982 bis 1991 war er im Justitiariat des Deutschlandfunks in Köln tätig, zuletzt als Leiter der Rechtsabteilung. Zu seinen Spezialgebieten gehörte schon in dieser Zeit das Urheberrecht und das Arbeits- und Tarifrecht.

Vom 1. Januar 1992 bis zum 31. Dezember 2016 war er als Geschäftsführender Direktor und Vorstand des Deutschen Bühnenvereins tätig. In dieser Funktion gestaltete Rolf Bolwin auf Arbeitgeberseite die Tarifverträge für das künstlerische Personal der Theater und Orchester wesentlich mit. Er brachte die Reform dieser Tarifverträge sowie der mit dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage abgeschlossenen Regelsammlung, die die Aufführungsrechte der Theater regelt, erfolgreich zum Abschluss. Mit zahlreichen Publikationen beteiligte er sich zudem in den letzten Jahren an der öffentlichen Debatte um die zukünftige Struktur der Staats- und Stadttheater. Bolwin ist zusammen mit den früheren Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins Jürgen Flimm und Klaus Zehelein einer der Initiatoren des Deutschen Theaterpreises DER FAUST. 2014 wurde die künstlerische Vielfalt der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft auf sein Betreiben in die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Auch auf europäischer Ebene engagiert  Bolwin sich für die Kultur, vor allem in der Arbeitgeberorganisation für die Theater und Orchester, PEARLE*, wo er zuletzt 2015 für zwei Jahre als deren Präsident wiedergewählt wurde. Seit dem 1. Januar 2017 ist Rolf Bolwin im Bereich der Kultur weiter publizistisch, politisch und, auch als Rechtsanwalt, beratend tätig. Er betreibt mit stadtpunkt.kultur das Büro für Kultur und die Künste. Zudem ist er Herausgeber des im Decker-Verlag erschienenen Kommentars zum Bühnen- und Orchesterrecht und hat verschiedene Lehraufträge. [3][4][5][6][7]

Ehrenamtliche Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorsitz des Beirates der Künstlersozialkasse für die Verwerterseite
  • Mitglied im Kammerrat der Bayerischen Versorgungskammer
  • Mitglied des Verwaltungsrats und des Arbeitsausschusses der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen und der Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester
  • Mitglied des Leitenden Ausschusses für den Executive Master in Arts Administration der Universität Zürich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolf Bolwin verlässt die Bühne aus: Weser Kurier vom 16. Dezember 2016 (abgerufen am 3. Januar 2017)
  2. 25 Jahre Krisenmanagement: Rolf Bolwin tritt zurück Interview im Kölner Stadt-Anzeiger vom 16. Dezember 2016 (abgerufen am 3. Januar 2017)
  3. Die Deutsche Bühne 12/2016, Manchmal hilft nur noch die Kunst (abgerufen am 6. Januar 2017)
  4. Bonner General-Anzeiger (20.12.2016), WIr können uns Kultur leisten (abgerufen am 6. Januar 2017)
  5. Shz.de (02.01.2017), Rolf Bolwin - Die Stimmer der deutschen Theater (abgerufen am 6. Januar 2017)
  6. WDR (22.12.2016), Ende einer Amtszeit (abgerufen am 6. Januar 2017)
  7. SWR (27.12.2016), Die Legitimationsdebatte ist schärfer geworden (abgerufen am 6. Januar 2017)