Roman Kreuziger

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Roman Kreuziger Straßenradsport
Roman Kreuziger.jpg
Zur Person
Geburtsdatum 6. Mai 1986
Nation TschechienTschechien Tschechien
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Orica-Scott
Funktion Fahrer
Verein(e)



2004
2005
Škoda Plzeň
ZČE Plzeň
RV Sulz
GS Schumacher
GS Podenzano
Team(s)
2006–2010
2011–2012
2013–2016
2017
Liquigas
Astana
Tinkoff
Orica-Scott
Wichtigste Erfolge

Tour de Suisse 2008
Tour de Romandie 2009
Weißes Trikot Nachwuchswertung Giro d’Italia 2011
Amstel Gold Race 2013

Infobox zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2017

Roman Kreuziger (* 6. Mai 1986 in Moravská Třebová) ist ein tschechischer Radrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuziger gewann 2004 die tschechischen Meistertitel der Junioren im Zeitfahren und im Straßenrennen. Bei den Weltmeisterschaften 2004 in Verona gewann er das Straßenrennen und wurde Zweiter im Zeitfahren. 2005 gewann er eine Etappe beim U23-Etappenrennen Giro delle Regioni.

Im Jahr 2006 wurde Kreuziger Profi beim italienischen UCI ProTeam Liquigas-Bianchi. Er gewann im Jahr 2008 die achte Etappe der Tour de Suisse, ein Bergzeitfahren von Altdorf zum Klausenpass, was ihm den Weg zum Gesamtsieg ebnete. In der Gesamtwertung der Tour de France 2009 und 2010 belegte er jeweils den achten Rang. Beim Giro d’Italia 2011 konnte er die Nachwuchswertung für sich entscheiden und wurde Gesamtfünfter. Beim Giro d’Italia 2012 gewann er eine Bergetappe. 2013 siegte er beim Frühjahrsklassiker Amstel Gold Race nach einer Solofahrt.[1] Im selben Jahr erreiche er als Fünfter der Tour de France seine bis dahin beste Platzierung bei einer „Grand Tour“.

Wegen auffälliger Werte in seinem Biologischer Pass in den Jahren 2011 und 2012 wurde 2014 durch den Weltradsportverband UCI ein Dopingverfahren gegen Kreuziger eröffnet. Nachdem sein Radsportteam Tinkoff-Saxo ihn hierauf vom Aufgebot für die Tour de France strich, wurde Kreuziger durch die UCI suspendiert, so dass es auch auf den geplanten Start bei der Polen-Rundfahrt verzichten musste.[2] Gegen diese Suspendierung legte Kreuziger vor dem Court of Arbitration for Sport (CAS) Beschwerde ein, um bei der Vuelta a España 2014 starten zu können. Der CAS wies den Antrag jedoch am 20. August 2014 zurück.[3] Im September 2014 wurde er von einem Schiedsgericht des Gremiums des Olympischen Komitees Tschechiens (COC) freigesprochen. Die von der UCI vorgelegten Beweise, so das Gremium, würden eine Sperre nicht rechtfertigen. Die UCI erwägt nun den erneuten Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS.[4]

Im Zuge der Dopingermittlungen der Staatsanwaltschaft von Padua geriet er Ende 2014 in den Verdacht, Kunde des umstrittenen Sportmediziners Michele Ferrari gewesen zu sein.[5]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Roman Kreuziger senior gewann als Junior die Cyclocross-Weltmeisterschaft im Jahr 1983.

Palmarès[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004

  • MaillotRepúblicaCheca.PNG Tschechischer Junioren-Meister Straße
  • MaillotRepúblicaCheca.PNG Tschechischer Junioren-Meister Zeitfahren
  • Junioren-Weltmeister Straße
2005
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2015
2016
  • MaillotRepúblicaCheca.PNG Tschechische Meisterschaft - Straßenrennen

Grand Tour Gesamtwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Pink jersey Giro d’Italia 5 15 28
Yellow jersey Tour de France 12 8 8 112 5 17 10
red jersey Vuelta a España 21 61 28

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roman Kreuziger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. radsport-news.com vom 14.April 2013:Kreuziger düpiert die Favoriten
  2. radsport-news.com vom 2. August 2014:UCI suspendiert Kreuziger wegen auffälliger Blutwerte
  3. cyclingnews.com vom 20. August 2014: Kreuziger loses CAS appeal and will miss Vuelta a Espana
  4. Vorgelegte Beweise sind unzureichend - Roman Kreuziger von Dopingvergehen freigesprochen. sportal.de, 22. September 2014, abgerufen am 23. September 2014.
  5. Gazetta dello Sport: Systematisches Doping bei Astana. radsport-news.com, 10. Dezember 2014, abgerufen am 11. Dezember 2014.